Wie sieht der Fernseher der Zukunft aus?

Fernseher der Zukunft – So sehen die TV-Geräte 2017 aus

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    Der Deutsche verbringt laut einer aktuellen Statista-Umfrage im Durchschnitt 223 Minuten pro Tag vor dem Fernseher – Tendenz steigend. Damit die Zeit vor der Glotze auch möglichst gut verbracht wird, muss der Fernseher schon einiges auf dem Kasten haben. Große Bilddiagonale, Curved Monitor und am besten noch 3D-fähig. So war es bisher. Doch wie sieht der Fernseher der Zukunft aus? Auf der Hightech-Messe CES in Las Vegas wurden im Januar die neuesten Modelle vorgestellt. Wir zeigen, wohin die Reise der Fernseher in diesem Jahr gehen wird.

    Der Fernseher der Zukunft

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    Durch die Wölbung erhält man das Gefühl, noch näher dabei zu sein

    Im neuen Jahr wird der alte Full-HD-Standard immer mehr von der Bildfläche verschwinden. Das Zeitalter von Ultra-HD (auch unter der Bezeichnung 4K bekannt) hat begonnen. Diese Modelle bieten eine doppelt so hohe Zahl an Bildpunkten (3840 mal 2160 Pixel im Gegensatz zu Full-HD mit 1920×1080 Pixeln) und ermöglichen dadurch ein schärferes Bild. Heutzutage ist die Fertigung von Full-HD-Fernsehern nicht viel günstiger als die der höher auflösenden Pendants.
    Ein weiteres Feature, das der Fernseher im Jahr 2017 besitzen sollte: HDR. Die Abkürzung steht für High Dynamic Range. Solche TV-Geräte besitzen einen sehr großen Kontrast und ein besonders breites Farbspektrum. Es besitzen zwar nur sehr wenig Modelle dieses Feature, jedoch ist der Trend im Kommen und wird 2018 sehr wahrscheinlich zum Standard werden.
    Die OLED-Technologie wird 2017 ebenfalls einen wesentlich höheren Stellenwert einnehmen. Diese Bildschirme sind dünner und leichter, da OLED keine Hintergrundbeleuchtung benötigt. Des Weiteren punkten sie mit satten Schwarztönen. Kaum ist OLED auf dem Markt, steht schon die Weiterentwicklung in den Startlöchern. QLED soll sogar noch günstiger in der Herstellung und stromsparender sein. Wie es mit der Qualität von QLED aussieht, kann noch nicht beurteilt werden. Die namensgebenden Quantum Dots klingen aktuell vor allem nach Werbefloskel ohne echten Mehrwert. Daher hat OLED im Rennen derzeit noch die Nase vorn.
    Weiterhin im Kommen sind Smart-TVs, die sich mit dem Internet verbinden können oder mittels App Streaming-Dienste wie Netflix, Maxdome oder Amazon Video nutzen können. Da auf dem Fernseher meist das Smartphone-kompatible Betriebssystem AndroidTV läuft, ist dieser auch anfällig für Schadsoftware. Daher sollte man nur offizielle Apps aus dem Play Store laden, damit Hacker keinen Zugriff auf den Fernseher bekommen.

    Ehemalige Trends im Sturzflug

    Was früher noch hip und trendy war, ist heute auf dem absteigenden Ast. Zum einen wäre da der 3D-Fernseher. Was sich im Kino wachsender Beliebtheit erfreut, konnte sich auf dem heimischen TV-Markt nicht wirklich durchsetzen. Auch wenn 3D-Fernseher eine Zeit lang vermehrt hergestellt wurden – mittlerweile ist der Zug abgefahren und die Hersteller haben die 3D-Technologie mehr oder weniger aufgegeben. Wer nicht gerade eine Heimkino-Anlage besitzt, wird sich auch eher von 3D-Modellen distanzieren.
    Ähnlich sieht es in punkto Curved Monitoren aus. Der gebogene Monitor unterstützt die natürliche Wölbung des Auges und sorgt für einen räumlichen Effekt. Der Betrachter fühlt sich dabei mittendrin im Geschehen und nicht als Außenstehender. Die Wölbung hat einen weiteren positiven Nebeneffekt: Sie schont die Augen. Alle Bildbereiche sind so in etwa gleich weit vom Auge entfernt. Dadurch müssen sich die Augen nicht an die veränderten Bildabstände gewöhnen und werden dadurch entlastet. Allerdings ist auch in diesem Segment der große Hype vorbei: Bis auf den Branchenriesen Samsung stellt auf der CES niemand mehr innovative Curved-Modelle vor.

    Fazit

    TV-Geräte werden auch in diesem Jahr weiterentwickelt. Wie gewohnt lassen sich die Hersteller Neuigkeiten einfallen, um das Fernsehen zu einem Erlebnis zu machen. Dieses Jahr wollen auch viele chinesische Unternehmen ganz groß in die Fernseher-Produktion einsteigen. Dass dabei nicht nur Billigware herauskommt, zeigt Huawei mit seinen Smartphones. Ob sie dabei mit den Branchenriesen mithalten können, bleibt abzuwarten. Günstiger werden sie auf jeden Fall.

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