Weihnachtsbäume oder künstliche Weihnachtsbäume

Welcher ist die bessere Wahl zur Weihnachtszeit?

Echt vs. Künstlich: Welcher Weihnachtsbaum ist der richtige für mich?

Inhaltsverzeichnis

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    „O Tannenbaum, O Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter“.
    Jedes Jahr im Dezember ist es wieder soweit: Die Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum beginnt und Tannenbaum-Liebhaber stehen vor der Qual der Wahl, denn die Auswahl an angebotenen Bäume ist riesig.

    Die Qual der Wahl

    Oft führen die Händler verschiedene Weihnachtsbaumarten und der Kunde steht vor der Frage: welcher Baum ist der richtige für mich? Eine Nordmanntanne, eine Kiefer oder vielleicht etwas exotisches, wie eine Koreatanne?
    Die Konkurrenz: künstliche Weihnachtsbäume. Es muss ja schließlich nicht immer ein echter Baum sein. Wir stellen die bekanntesten Weihnachtsbaumarten vor und klären, ob ein künstlicher Weihnachtsbaum eine gute Alternative sein kann.
    Echter oder künstlicher Weihnachtsbaum? Welche Vorteile bringen die künstlichen Tannen und auf was muss man bei den Kunststoff-Nadeln verzichten? Was macht den perfekten Baum aus? Und wie sieht es eigentlich mit der Sicherheit aus?

    Echter Weihnachtsbaum

    Die Namen der verschiedenen Arten hat der eine oder andere vielleicht schon einmal gehört. Aber wie sieht es mit den Merkmalen der verschiedenen Tannen aus? Welcher Baum hält am längsten, welcher lässt sich am Besten schmücken und welcher verströmt einen weihnachtlichen Waldduft? Mit der folgenden Übersicht ist der passende Weihnachtsbaum schnell gefunden.

    Baumart: Nordmanntanne
    Haltbarkeit (in der Wohnung): ca. 5-6 Wochen
    Nadellänge: ca. 10-30 mm
    Wuchs: Gleichmäßig
    Preissegment: Hoch

    Beschreibung:
    Die Nordmanntanne zeichnet sich durch einen gleichmäßigen und symmetrischen Wuchs aus. Die Nadeln sehen zwar hart aus, sind aber so weich, dass sie nicht stechen. Ein großer Vorteil beim Schmücken. Der buschige Nadelwuchs sorgt dafür, dass man wenig von den Ästen sieht. Letztere sind stark und halten auch schwereren Tannenbaumschmuck problemlos aus. In warmen Räumen hält sich der Baum circa drei Wochen. Erst dann beginnt er zu nadeln. Durch die vielen Vorteile hat sich die Nordmanntanne zum Lieblingstannenbaum der Deutschen gemausert. Jedoch: gut Ding will Weile haben. Die Nordmanntanne benötigt im Vergleich zu anderen Weihnachtsbaumarten mehr Zeit um zu wachsen. Das erklärt den hohen Preis. Der Baum ist einer der teuersten Christbäume.

    Baumart: Blaufichte
    Haltbarkeit (in der Wohnung): 2-3 Wochen
    Nadellänge: ca. 20-30 mm
    Wuchs: Gleichmäßig
    Preissegment: Hoch

    Beschreibung:
    Den Namen erhält der Baum durch seine blau schimmernden Nadeln. Der Wuchs ist gleichmäßig, die Äste sind kräftig und können auch schweren Baumschmuck tragen. Beim Schmücken muss jedoch auf die Nadeln geachtet werden. Diese sind sehr spitz und pieksen. Der Baum wird daher oft als Stechfichte bezeichnet. Der Geruch der Blaufichte ist sehr einprägend und bringt echte Wald-Atmosphäre ins Wohnzimmer. Leider verliert der Baum in der Wohnung schon nach zwei bis drei Wochen seine Nadeln. Durch den Geruch und die auffällige Farbe ist die Blaufichte sehr beliebt und ungefähr so teuer wie die Nordmanntanne.

    Baumart: Rotfichte
    Haltbarkeit (in der Wohnung): Wenige Tage
    Nadellänge: ca. 15 mm
    Wuchs: Unregelmäßig
    Preissegment: Niedrig

    Beschreibung:
    Die Nadeln sind mit 15 Millimetern recht kurz und pieksen. Der Wuchs ist unregelmäßig. Da die Rotfichte die häufigste Baumart in Deutschland ist, ist sie der günstigste Weihnachtsbaum. Wer lange etwas von dem seinem Weihnachtsbaum haben will, sollte ihn allerdings im Freien aufstellen. Zwar entfaltet er im warmen Zimmer schnell seinen weihnachtlichen Duft, verliert aber schon nach wenigen Tagen seine Nadeln. Unser Tipp: Den Baum auf der Terrasse oder im Garten bewundern und frühestens einen Tag vor Heiligabend ins Haus holen.

    Baumart: Nobilistanne
    Haltbarkeit (in der Wohnung): ca. 5-6 Wochen
    Nadellänge: ca. 25-35 mm
    Wuchs: Unregelmäßig
    Preissegment: Hoch

    Beschreibung:
    Die Nobilistanne (oder Edeltanne) zeichnet sich durch einen unregelmäßigen Wuchs aus. Die langen Nadeln sind sehr dick, graugrün und riechen intensiv. Sie stechen nicht und sind sehr weich. Die Äste sind dick genug, um auch schweren Weihnachtsschmuck zu tragen. Bis auf den Wuchs unterscheidet der Baum sich nicht von der Nordmanntanne. Auch der höhere Preis ist ähnlich. Wem die Nordmanntanne zu perfekt ist, findet mit der Nobilistanne das unregelmäßig gewachsene Pendant.

    Tipp: Damit der Baum intensiver riecht, empfiehlt es sich die Harztaschen am Stamm aufzustechen.

    Baumart: Kiefer
    Haltbarkeit (in der Wohnung): ca. 4-5 Wochen
    Nadellänge: ca. 40-70 mm
    Wuchs: Unregelmäßig
    Preissegment: Mittel

    Beschreibung:
    Die Kiefer ist ein besonderer Baum, der sehr unregelmäßig wächst. Kein Baum gleicht dem anderen und für Gegner von Symmetrie ist sie der perfekte Baum. Die Nadeln sind sehr lang und weich. Die Äste sind sehr dünn, sodass beim Transport darauf geachtet werden muss, dass sie nicht abbrechen. Genau deswegen muss auf schwere Kerzen oder Kugeln beim Schmücken verzichtet werden. Strohsterne sind jedoch kein Problem. Auch Lametta ist gut für diese Baumart geeignet. Positiv: die lange Haltbarkeit. Die Kiefer überdauert circa vier bis fünf Wochen in warmen Räumen. Ein Aspekt, der vielleicht ein wenig über die Nachteile hinwegsehen lässt.

    Baumart: Douglasie
    Haltbarkeit (in der Wohnung): ca. 2-3 Wochen
    Nadellänge: ca. 30 mm
    Wuchs: Locker
    Preissegment: Mittel

    Beschreibung:
    Von der Douglasie hat vielleicht noch nicht jeder gehört. Der Baum zeichnet sich durch einen lockeren Wuchs aus und verströmt einen orangen-artigen Duft. Die Nadeln sind circa 30 Millimeter lang, weich und sind nicht so dicht, wie bei den anderen Weihnachtsbäumen. Die Äste sind dünn und biegsam. Somit ist der Baum nur für leichten Christbaumschmuck geeignet. Mit zwei bis drei Wochen Haltbarkeit, ähnelt die Douglasie der Blaufichte. Sie ist allerdings günstiger.

    Baumart: Koreatanne
    Haltbarkeit (in der Wohnung): einige Wochen
    Nadellänge: ca. 10-25 mm
    Wuchs: Bizarr
    Preissegment: Hoch

    Beschreibung:
    Zum Schluss gibt es noch einen Baum für Individualisten: die Koreatanne. Diese gibt es noch nicht lange in Deutschland zu kaufen und ist häufig bizarr gewachsen. Oft befinden sich noch blaugrüne Zapfen an den Ästen. Die Nadeln sind klein und der Baum verströmt einen angenehmen Zitrusduft. Durch den kompakten und individuellen Wuchs ist die Koreatanne sehr schwer zu schmücken. Dafür ist sie lange haltbar und kann mit ihrem extravaganten Aussehen sicherlich den ein oder anderen erfreuen.

    So erkennen Sie einen frischen Weihnachtsbaum:

    Schütteltest: Nehmen Sie den Baum einmal hoch und schlagen Sie mit dem Stamm auf den Boden. Fallen einige Nadeln herunter, ist der Baum schon zu alt.

    Schnittstellentest: Bei diesem Test reicht ein Blick auf die Schnittstelle. Ist diese hell, wurde der Baum vor kurzem erst geschlagen. Hier kann bedenkenlos zugegriffen werden.

    Ist der Baum ausgesucht kann es mit dem Schmuckstück nach Hause gehen. Dort sollte er, bevor er im Christbaumständer aufgestellt wird, in einem kühlen Raum zwischengelagert werden. Dies steigert die Haltbarkeit.

    Aber nicht jeder hat in der kalten Dezemberzeit Lust und Zeit, einen passenden Tannenbaum zu suchen. Eine Alternative könnte ein künstlicher Tannenbaum sein.

    Künstlicher Weihnachtsbaum

    Der Name ist Programm. Der Weihnachtsbaum sieht zwar aus, wie ein echter Baum, besteht aber aus Kunststoff. Viele spielen mit dem Gedanken sich einen künstlichen Weihnachtsbaum anzuschaffen. Wir schauen uns einmal die Vor- und Nachteile dieses Baumes an.

    VORTEILE

    • Perfekt gewachsen
    • Von weitem nicht von einem echten Baum zu unterscheiden
    • Unbegrenzt haltbar
    • Nadeln stechen nicht
    • Leichter Aufbau
    • Schmuck und Lichterkette manchmal im Lieferumfang enthalten
    • Bäume aus PE-Kunststoff sind schwer entflammbar
    • Viele Varianten (Verschiedene Farben, mit Kunstschnee etc.)

    NACHTEILE

    • Oftmals teure Erstanschaffung
    • Kein typischer Wald-Duft (Schlimmstenfalls chemischer Geruch)

    Auf den ersten Blick bietet der künstliche Baum sehr viele Vorteile. Der perfekte Wuchs und die weichen Nadeln reichen vielen schon aus.

    künstlicher Weihnachtsbaum

    Geschmückt ein echter Hingucker

    Darüber hinaus ist der Baum dank einfachem Stecksystem schnell aufgebaut. Der Weihnachtsschmuck wie Lichterkette, Kugeln und Lametta ist im Lieferumfang manchmal schon inbegriffen. Wer echte Kerzen verwenden möchte, sollte zu einem künstlichen Baum aus PE-Kunststoff greifen. Dieser ist nicht so schnell entflammbar, wie ein echter Baum. Im schlimmsten Fall schmilzt der künstliche Baum. Viele wird der teils hohe Preis abschrecken. Es gibt zwar auch schon einige in der Preisklasse um 25 Euro, die schöneren Modelle fangen jedoch erst ab 50 Euro an. Nach oben gibt es keine Grenzen. Der Baum ist jedoch, im Gegensatz zum Echten, unbegrenzt haltbar. Somit hat sich der Kauf nach zwei Jahren schon rentiert. Ein Nachteil ist der fehlende weihnachtliche “Baumgeruch”. Schlimmstenfalls riecht der Baum sehr chemisch.
    Früher zogen diejenigen einen künstlichen Baum vor, die der Ansicht waren, dass der Verkauf von echten Tannen schädlich für die Umwelt sei. Angeblich wurden zu viele Bäume gefällt, die dann später doch nicht verkauft wurden. Weihnachtsbäume werden im Rahmen der Waldpflege gefällt. Tannen wachsen zu dicht und behindern sich im Wachstum. Um mehr Licht an die noch zu wachsenden Bäume zu bekommen, werden die störenden Bäume gefällt und als Christbäume verkauft. Heutzutage werden extra Nutzflächen für die Aufzucht von Weihnachtsbäumen angelegt.
    Die ausgedienten Weihnachtsbäume werden nach Weihnachten von der Stadt abgeholt und entweder von den Stadtwerken verbrannt oder für das nächste Osterfeuer gesammelt. Nicht verkaufte Bäume landen im Zoo als Delikatesse für Elefanten. Die lieben den süßlichen, harzigen Geschmack des Holzes. Das Umweltschutz-Argument spricht also nicht für künstliche Weihnachtsbäume.

    Fazit

    Beim Thema Weihnachtsbaum scheiden sich die Geister. Traditionsmenschen schwören auf den echten Tannenbaum. Für sie gehört es zur Adventszeit dazu, einen frischen Tannenbaum zu kaufen oder vielleicht auch selber zu schlagen. Anderen ist die Suche nach einem Tannenbaum zu mühselig und sie stellen jedes Jahr ihren künstlichen Weihnachtsbaum auf.

    UNSERE EMPFEHLUNG

    Sehr nah am Original, sogar mit kleinen Tannenzapfen

    Eine klare Kaufempfehlung für künstlich oder echt können wir nicht aussprechen, der Weihnachtsbaum ist und bleibt Geschmackssache. Aber künstliche Weihnachtsbäume sehen den echten Pendants täuschend ähnlich. Nur der Geruch einer echten Tanne fehlt. Dafür gibt es sie in verschiedenen Farben, mit Tannenzapfen oder im verschneiten Winter-Look. Eine Lichterkette ist oft mit dabei und der Auf- und Abbau ist kinderleicht. Der künstliche Tannenbaum muss sich nicht im Schatten seiner echten Vorbilder verstecken. Welche Art von Baum am Ende in den heimischen vier Wänden steht, entscheidet der persönliche Geschmack.

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