Wasserkocher mit Lichteffekten – TZS First Austria im Test

Wasserkocher vin TZS First
Wasserkocher vin TZS First

Inhaltsverzeichnis

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    Es gibt kaum eine Küche, die ohne ihn auskommt: der Wasserkocher. Gerade, wer Tee trinkt oder schnell mal eine Wärmflasche auffüllen möchte, kommt kaum an diesem praktischen Gerät vorbei. Zehn verschiedene Wasserkocher mussten deswegen in unserem Vergleichstest gegeneinander antreten. Der Wasserkocher von TZS First Austria ist mit einem sehr gut und der Note 1,3 aus dem Rennen als Sieger hervorgegangen. Zu Recht? Wir haben den Küchenhelfer für unsere Redaktion gekauft und ausgiebig getestet.

    Gefällige Optik

    TZS First Austria im Test

    Der Edelstahlkocher macht einen guten ersten Eindruck.

    Der erste Eindruck war unspektakulär. Die Verpackung war wenig auffällig. Es handelt sich um einen Pappkarton mit Bildern des Wasserkochers. Soweit so gut. Ohne Schachtel macht der TSZ First Austria schon mehr her. Die Optik ist nicht aufregend, aber gefällig. Der Wasserkocher ist schlank und groß und überwiegend aus Edelstahl gefertigt. Auf einer Seite befindet sich ein Sichtfenster und am Griff ein Knopf, um den Deckel zu öffnen und eine kleine Schaltfläche für die Inbetriebnahme und die Einstellung der Temperatur.
    Nimmt man den Wasserkocher in die Hand, überrascht sein geringes Gewicht. Dafür, dass er aus Edelstahl gefertigt ist und 1,7 Liter fasst, fühlt er sich  unserer Meinung nach sehr leicht an. Etwas zu leicht fanden wir die Basiseinheit. Ihr eigenes Gewicht reicht kaum aus, damit sie plan steht. Stellt man den Wasserkocher auf die Station, dann sitzt und steht aber alles perfekt. Trotzdem hat uns die Basisstation etwas enttäuscht. Im Gegensatz zum restlichen Wasserkocher fühlt sie sich deutlich weniger wertig an und besteht anscheinend zum größten Teil aus leichtem Plastik. Aber immerhin: Das Kabel ist mit einer Länge von 0,7 Metern ordentlich bemessen. So muss der Kocher nicht direkt neben der Steckdose stehen. Wird er allerdings doch in dessen Nähe platziert, lässt sich das Kabel im Fuß der Basisstation einmal aufrollen. Da die Station aber leicht und das Kabel starr ist, ist das gar nicht so einfach. Ein bisschen Fingerspitzengefühl gehört unserer Meinung nach dazu. Einen Punkt konnte die Station hingegen wieder dadurch sammeln, dass es sich um eine 360-Grad-Station handelt. Es ist also egal, wie man den Kocher auf sie stellt. Es gibt keine richtige und keine falsche Seite. Das macht die Handhabung einfacher.

    1,7 Liter Fassungsvermögen

    Wasserkocher mit roten Licht

    Lichtspiel inklusive: Wer den Kocher auf 100 Grad einstellt, der sieht während des Kochens eine rote Beleuchtung.

    Deutlich besser als die Basisstation gefällt uns der eigentliche Wasserkocher. Trotz seiner Größe liegt er dank seines geringen Gewichtes gut in der Hand. Auch der Deckel lässt sich gut öffnen. Da rappelt nichts und es muss nicht nachgeholfen werden. Allerdings könnte sich der Deckel ruhig einen Zentimeter weiter öffnen, damit sich der Wasserkocher noch einfacher befüllen lässt. Das wäre zwar schön, aber nicht wirklich nötig. Auch so ist die Öffnung ausreichend groß und der Kocher schnell voll mit Wasser. Wie erwähnt fasst er maximal 1,7 Liter. Die Mindestmenge liegt bei einem halben Liter. Ist der Kocher erst mal befüllt und die Basisstation angeschlossen, kann es losgehen. Als wir den Kocher auf die Station gestellt haben, ist uns sofort der recht laute Piepton aufgefallen. Dieser signalisiert, dass der Kocher richtig steht und Kontakt hat. Da er aber eigentlich gar nicht falsch stehen kann, hätten wir diesen Ton nicht benötigt. Ebenfalls überflüssig finden wir die Signaltöne beim Anschalten oder dem Einstellen der Temperatur. Denn es gibt jedesmal auch eine optische Rückmeldung. Wer die Temperatur einstellen möchte, muss nur die Plus-Minus-Taste auf dem Bedienfeld drücken. Dort befinden sich kleine Lämpchen und eine Temperatur-Beschriftung. Es leuchtet natürlich das Lämpchen unter der eingestellten Grad-Zahl. Einstellen lässt sich der Kocher über die Taste auf 60, 70, 80 und 90 Grad. Zusätzlich zum kleinen Lämpchen leuchtet übrigens das komplette Sichtfenster. Die Farbe hängt dabei von der eingestellten Temperatur ab. Bei 60 Grad leuchtet das Sichtfenster grün, bei 70 Grad blau, bei 80 Grad gelb und bei 90 Grad schließlich violett. Soll das Wasser normal bei 100 Grad kochen, dann reicht ein Druck auf den Ein/Aus-Schalter. Anschließend leuchtet das Sichtfenster rot. Das sieht schick aus und dient der Kontrolle. Deswegen hätten wir auf das Piepsen verzichten können, das bei jedem Druck auf die Knöpfe ertönt. Aber immerhin sind diese akustischen Signale leiser als das Piepsen, das signalisiert, dass der Wasserkocher auf der Basis steht.

    Signalton wenn das Wasser heiß ist

    Nicht jeder Ton ist überflüssig. Gut gefällt uns das Signal, wenn der Wasserkocher die eingestellte Temperatur erreicht hat oder das Wasser kocht. Zwar schaltet sich der Wasserkocher auch selbstständig aus, aber der Ton ist sinnvoll. So bekommt man auch in einem anderen Zimmer mit, wenn das Wasser endlich fertig ist. Die richtige Temperatur ist übrigens schnell erreicht. 1,7 Liter kochen nach 6:20 Minuten. Der alte Wasserkocher der Redaktion fasste nur einen Liter und benötigte allein für diese Menge satte sechs Minuten. Einen Liter hat der TZS First Austria mit seinen 2200 Watt nach 3:50 Minuten auf Temperatur gebracht. Wenn das Wasser nicht so heiß sein soll, geht es natürlich schneller. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Wasser für Tee oder eine Wärmflasche gekocht werden soll. Schließlich soll nicht jeder Tee mit kochendem Wasser übergossen werden. Und auch Wärmflaschen danken es, wenn das Wasser keine 100 Grad heiß ist. Zu groß ist die Belastung für das Material oder die Gefahr einer Verbrühung.

    Oberfläche wird sehr heiß

    Wasserkocher mit blauen Licht

    Leuchtet das Sichtfenster blau, ist der Kocher auf 70 Grad eingestellt.

    Verbrühen kann man sich übrigens auch an dem Wasserkocher von TZS First Austria – zumindest dann, wenn man nicht aufpasst. Die recht dünnen Edelstahlwände leiten die Wärme sehr gut – fast schon zu gut. Anfassen sollte man sie also nicht. Auch sollte der Wasserkocher weit weg von kleinen Kinderhänden stehen. Das gilt allerdings ohnehin für alle Wasserkocher. Das Gerät von TZS First Austria ist schick und hat praktische Funktionen. Dazu gehört auch die Warmhalte-Funktion. Hält man den Ein/Aus-Schalter drei Sekunden lang gedrückt, dann kocht der Wasserkocher das Wasser auf und hält die Temperatur anschließend zwei Stunden lang bei 85 Grad. Diese Funktion ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Wasserkocher  von vielen Tee-Trinkern genutzt wird. So lässt sich einmal eine große Menge Wasser kochen und anschließend kann sich jeder schnell bedienen, ohne das Wasser wieder komplett neu kochen zu müssen. Nicht nur das Kochen geht schnell. Auch die Reinigung bereitet wenig Probleme. Ein großer Vorteil ist das verdeckte Heizelement. Bei einigen Wasserkochern liegt die Heizspirale offen in der Kanne, beim TZS First Austria ist von ihr nichts zu sehen. So kann man bei Bedarf auch schnell mal mit einem Lappen durch den Kocher wischen. Das verhindert freilich nicht, dass das Gerät ab und an entkalkt werden muss. Aber einmal im halben Jahr sollte genügen. Apropos Kalk: Der Wasserkocher hat am Ausguss ein Kalksieb. Das sorgt dafür, dass weniger Kalk in die Tasse gelangt.

    Fazit

    Klar, einige Schwächen hat der Wasserkocher – zumindest unserer Meinung nach. So wird zum Beispiel die Oberfläche von Plastik-Wasserkochern nicht so heiß. Dafür muss man dann allerdings damit leben, dass kleine Plastikteile und Chemikalien ausgekocht werden und im Wasser landen können. Mehr gestört hat uns da schon die sehr leichte Basis, die ohne den eigentlichen Wasserkocher nicht richtig gut auf der Arbeitsfläche steht. Sie hätte etwas wertiger wirken können. Außerdem meinte es der Hersteller ein bisschen zu gut mit dem akustischen Feedback. Uns hätte es gereicht, wenn der Wasserkocher nur dann piepsen würde, wenn er die eingestellte Temperatur erreicht hat. Die kleinen Schwächen macht der TZS First Austria durch seine Vorzüge aber mehr als wett. Er bringt Wasser schnell zum kochen und hält es zwei Stunden lang warm. Außerdem lassen sich verschiedene Temperaturen einstellen. Das freut Teetrinker und Frostbeulen, die ständig Wärmflaschen befüllen, gleichermaßen. Was uns auch sehr gut gefällt: die Optik. Der Edelstahl-Look ist schlicht und schick. In Kombination mit dem beleuchteten Sichtfenster avanciert der Wasserkocher allerdings zu einem echten Hingucker in der Küche. Wir haben den Austausch unseres alten Wasserkochers bislang nicht bereut und kochen weiterhin täglich fleißig viele Liter Wasser mit dem TZS First Austria.

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