Tipps für Weihnachtsmärkte

Besinnliche Vorweihnachtszeit – Darauf sollten Verbraucher im Trubel achten

Inhaltsverzeichnis

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    Es riecht nach gebrannten Mandeln, Lebkuchen und Glühwein. Das Licht der Kerzen und Lichterketten flackert. Betreiber locken mit bunten Buden und allerlei Geschenkartikeln die Besucher an ihre Stände. Die Weihnachtsmarkt-Saison ist längst in vollem Gange. Doch nicht jeder kommt mit vorweihnachtlicher Freude vom Budenzauber zurück. Folgende Tipps sollen helfen, damit der Weihnachtsmarkt-Besuch so angenehm wie möglich wird.

    Das Umtauschrecht

    Ob lachende Porzellantassen, Modeschmuck oder frischer Honig: Auf den meisten Weihnachtsmärkten gibt es nicht nur viel Krimskrams, sondern auch kleine Besonderheiten mit Geschenkpotenzial.
    Ganz klar, dass die Besucher den Weihnachtsmarkt-Bummel nutzen, um Geschenke zu kaufen. Egal ob für sich selbst oder für die Liebsten.
    Doch was ist, wenn man ein paar Stunden oder Tage später feststellt, dass die Porzellantasse kaputt oder der Honig ungeniessbar ist? Keine Panik, denn auch auf Weihnachtsmärkten gibt es ein Umtauschrecht.

    Nur mangelhafte Ware wird umgetauscht

    Auf Weihnachtsmärkten gilt ein ähnliches Gewährleistungsrecht wie im Einzelhandel. Das bedeutet für den Verbraucher: Mangelhafte Ware muss gegen einwandfreie ausgetauscht werden.
    Der Umtausch geht aber nur mit einer Quittung. Deswegen sollten Verbraucher sich bei jedem Kauf einen Kassenbon ausstellen lassen.
    Anders ist es jedoch, wenn einem die Ware plötzlich nicht mehr gefällt und man statt Ware lieber Geld zurück haben möchte. In diesem Fall ist der Verkäufer nicht verpflichtet, die Ware zurück zu nehmen. Daher ist es empfehlenswert, vor dem Kauf mit dem Betreiber zu sprechen. Viele Händler sind nach Absprache bereit, auch bei Nichtgefallen die Ware wieder entgegen zu nehmen. Dies sollte aber vorher auf dem Kassenbon vermerkt werden. Ist der Betreiber nicht bereit den Kauf zu quittieren, sollte der Verbraucher an diesem Stand auch nichts kaufen.

    Aber was passiert, wenn die Quittung fehlt? Im vorweihnachtlichen Trubel kann es natürlich passieren, dass man vergisst, sich den Kauf quittieren zu lassen. Oder der Kassenzettel geht verloren. In solchen Fällen kann oft die Marktleitung helfen. Sie gibt Auskunft über die Hersteller.
    Wenn Besucher kurz vor den Festtagen Produkte kaufen und diese danach umtauschen wollen, ist der Weihnachtsmarkt längst vorbei. Deswegen sollten Verbraucher sich den Namen und die Anschrift des Händlers notieren. Der sollte in der Regel gut sichtbar an der Bude angebracht sein.

    Wer haftet bei einem Sturz?

    Das Gedränge und Geschiebe auf Weihnachtsmärkten ist groß. Gerade am Wochenende wird es eng. Regen, Schnee und Matsch machen die Gänge zwischen den Buden rutschig. Und dann ist es schnell passiert: Man rutscht aus und stürzt. Im Idealfall passiert nichts und man steht schnell wieder auf. Aber wer haftet, wenn sich Besucher ernsthaft verletzen?
    In diesem Fall greift die Verkehrssicherungspflicht. Das bedeutet: Der Marktbetreiber muss dafür sorgen, dass alle Unfallquellen verhindert werden. Er prüft, ob alle Kabel richtig verlegt sind, keine Schmutzfangmatten in den Gängen liegen, die Dachpfannen der Buden ordentlich angebracht sind und muss potenzielle Stolperfallen gut sichtbar kennzeichnen. Aber auch wenn der Betreiber in der Pflicht steht, kommt es bei einem Unfall – wie immer – auf den Einzelfall an.
    Eine kleine Weihnachtsgeschichte: Auf dem Naumburger Weihnachtsmarkt stolperte vor ein paar Jahren ein Besucher über eine Wasserzuleitung und verletzte sich. Er verklagte den Marktbetreiber. Doch in diesem Fall wies das Oberlandesgericht Naumburg die Klage ab. Die Begründung: Der Betreiber habe die Leitung deutlich erkennbar gemacht. Der Fall zeigt, jeder Unfall wird anders beurteilt.
    Grundsätzlich gilt natürlich: Lieber etwas vorsichtiger sein. So verhindert man einem Rechtsstreit und ein gebrochenes Bein zum Fest der Liebe.

    Schlechtes Essen und gepanschte Getränke

    Der Backfisch schmeckt schal oder die Bratwurst ist völlig verkohlt? Dann zurück zum Händler damit, anstatt zu schweigen und das Essen einfach wegzuschmeißen. Denn auch beim Essen gilt ein Umtauschrecht. Sollte etwas mit dem Essen nicht in Ordnung sein, kann der Kunde sein Geld zurückverlangen oder einen Ersatz fordern. Das Gleiche gilt auch bei gestrecktem Alkohol. Wenn der Glühwein aus einem kalten Glühweinkocher kommt oder das Bier wässrig schmeckt, dann stimmt etwas nicht. Auch in dem Fall darf der Verbraucher sein Geld zurück holen.

    Achtung vor Taschendieben

    Im dichten Gedränge der Weihnachtsmärkte fühlen sich Taschendiebe besonders wohl. In Handtaschen oder Hosentaschen zu greifen, ist hier schließlich besonders einfach und die Erfolgsquote hoch. Vor allem die Enge nutzen die Täter aus, um an ihre Beute zu gelangen. Daher sollten Besucher versuchen, engen Körperkontakt zu meiden. Außerdem sollten alle Wertgegenstände nah am Körper getragen werden. Am besten sind Innentaschen an der Jacke. Falls man doch eine Handtasche mitnehmen möchten, achten Sie darauf, die Tasche fest zu schließen. Das Portemonnaie sollte am besten in eine Innentasche der Handtasche gelegt werden.
    Und wenn man doch Opfer eines Taschendiebs wird, umgehend die Polizei verständigen. Zudem sollten alle EC- und Kreditkarten sofort gesperrt werden. Zwar laufen uniformierte Polizisten und zivile Streifen auf den Weihnachtsmärkten herum, aber auch sie können nicht alles überwachen. Deswegen müssen Besucher ihre Wertsachen selbst im Auge behalten.

    Fazit

    Ein Weihnachtsmarkt-Besuch sollte Spaß machen. Wer auf ein paar Tipps achtet, kann die vorweihnachtliche Schlenderei zwischen den Holzbuden so richtig genießen. Verbraucher müssen auf dem Weihnachtsmarkt nicht zögern, Ihre Rechte als Kunde wahrzunehmen. Sei es beim Umtausch von Geschenkartikeln oder Lebensmitteln.
    Ein wichtiger Hinweis: Gut auf die Wertsachen achten. Trickdiebe nutzen die überfüllten Märkte gerne für sich. Deswegen sollten Wertsachen wie Smartphones oder Geldbörsen nicht offensichtlich zu sehen sein. Dann lassen sich der weihnachtliche Duft, die warme Tasse Glühwein und die schönen Lichter genießen.

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