Schnäppchenzeit ist vorbei – Preise ziehen wieder an

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    Kurz vor Weihnachten wird alles teurer. Dieses Gerücht hält sich hartnäckig. Richtig ist es deswegen nicht. Das unsere Redaktion hat die Preise von 153 Produkten aus verschiedenen Bereichen online über einen Zeitraum von vier Monaten beobachtet. Das Ergebnis der Studie: In der Vorweihnachtszeit lassen sich viele Schnäppchen machen. Die durchschnittliche Preisentwicklung ist unscheinbar, aber in der Vorweihnachtszeit warten richtige Schnäppchen.Teilweise fallen Preise kurzzeitig um 30 Prozent oder mehr. Zum Januar zogen die Preise wieder an. Weihnachts-Schnäppchen lassen sich vor allem im Bereich der Elektronik machen. Blu-Ray-Player sind zu Weihnachten im Preis um durchschnittlich acht Prozent gesunken, bei In-Ear-Kopfhörern oder WLAN-Lautsprechern waren es sogar mehr als 20 Prozent. Solche Ersparnisse sind Ausnahmen, eine Regel lässt sich nicht ableiten. Warten lohnt sich im Weihnachtsgeschäft aber meist trotzdem. Im Schnitt sind alle von uns beobachteten Produkte vor Weihnachten um 2,43 Prozent günstiger geworden. Im Januar ist der Preis wieder gestiegen – um 2,47 Prozent.

    153 Produkte im Preisvergleich

    Prozentuale Preisveränderungen 10.2015-01.2016So sind wir vorgegangen: Wir haben 153 Produkte aus 51 Bereichen unter die Lupe genommen – von A wie Action-Cam bis W wie WLAN-Lautsprecher. Pro Bereich verglich die Online-Redaktion drei Produkte. Jeweils zur Monatsmitte haben wir den Bestpreis des Internetportals Idealo festgehalten – von Oktober bis einschließlich Januar. Auffällig war, dass sich die Oktober- und Novemberpreise kaum voneinander unterschieden haben. Nennenswerte Veränderungen gab es meist erst in der Zeit kurz vor Weihnachten. Bemerkenswert war zudem, dass es in den letzten beiden Wochen vor Weihnachten oft extreme preisliche Spitzen nach unten gibt. Gerade in der Vorweihnachtszeit locken viele Händler mit besonders günstigen Angeboten, die oft nur für wenige Tage erhältlich sind. Das sieht man vor allem bei beliebten Produkten wie etwa der Sony Playstation. Vom November zum Dezember ist der Preis von 318 auf 300 Euro gefallen. Mitte Januar kostete sie wieder 330 Euro. Aber wie kommt es zu dem Preissturz vor Weihnachten? Früher zogen die Preise tatsächlich oft an. Mittlerweile sorgt allerdings das Internet für viel mehr Transparenz. Zudem ist der Konkurrenzdruck gewachsen, da es sehr viele Online-Händler gibt. Diese werben mit guten Preisen um die Gunst der Kunden.

    Schnäppchen fördern Kundenbindung

    Blind sollten Verbraucher aber trotzdem nicht zuschlagen. Eine goldene Regel lässt sich nämlich nicht aufstellen, wann welches Produkt besonders günstig ist. Käufer sollten einfach die Preise beobachten. Wer Zeit hat, der kann auch pokern und auf besonders gute Angebote hoffen, die es immer wieder kurz vor Weihnachten gibt. Garantien gibt es aber keine. So hat unsere Redaktion beispielsweise festgestellt, dass Bluetooth-Kopfhörer vor Weihnachten sogar um 3,56 Prozent im Preis gestiegen sind und zum Januar 9,97 Prozent günstiger wurden. Bei anderen Kopfhörern ließ sich hingegen wirklich ein Vorweihnachtsschnäppchen machen. Die In-Ear-Version der beliebten “Beats by Dr. Dre” lag im November noch bei 135 Euro. Im Dezember kosteten sie nur noch 100 und im Januar wieder 130 Euro. Denn gerade mit guten Angeboten von angesagten Marken können sich Shops im Vorweihnachtsgeschäft positionieren. Sie bessern ihr Image auf und locken Kunden an, die dann auch preisstabile Produkte kaufen.

    Fazit

    Wer ein Produkt haben möchte, sollte nicht bis nach Weihnachten warten. Dass Produkte kurz vor dem Fest teurer werden und im Januar wieder im Preis fallen, ist Vergangenheit. Durch aufmerksames Beobachten der Preise lassen sich vor Weihachten die besten Schnäppchen machen.

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