Schick, schwarz, scharf – Wilkinson-Rasierer im Test

Quattro Sword Nassrasierer Wilkinson
Quattro Sword Nassrasierer Wilkinson

Inhaltsverzeichnis

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    Viele Frauen stehen auf glattrasierte Männerhaut. Der Vollbart erlebte zwar eine kurze Hipster-Renaissance, aber der Trend ist vorbei. Wer seine Rasur besonders gründlich mag, der greift zum Nassrasierer. Der Wilkinson Sword Quattro Titanium Precision ging aus unserem Vergleichstest als Preis-Leistungs-Sieger hervor. Was der schicke Rasierer aus der britischen Manufaktur genau kann, haben wir uns im Einzeltest angesehen.

    Design ist schlicht und schick

    Verpackung Wilkinson

    Die Verpackung ist schlicht, aber schick.

    Schick, schwarz, schlicht – der Wilkinson-Rasierer macht einen guten ersten Eindruck. Wer in der Drogerie auf der Suche nach einem neuen Rasierer ist, wird von Farben und Formen schlicht erschlagen. Aus dieser Masse sticht der Wilkinson durch sein dezentes Design angenehm hervor. Auch die Verpackung finden wir schick. Neben dem Rasierer beinhaltet sie eine Klinge, eine Halterung mit Saugnäpfen für den Fliesenspiegel und eine Batterie. Diese dient dazu, den integrierten Trimmer anzutreiben. Denn der Wilkinson ist mehr, als ein ganz normaler Nassrasierer. Nach dem optischen ersten Eindruck geht es um die Haptik.
    Die ist zuerst ungewohnt, aber nicht schlecht. Wer bislang immer auf normale Nassrasierer gesetzt hat, der wird vom Gewicht und vom großen Umfang des Griffs überrascht sein. Aber weder das eine, noch das andere sind störend. Nach der ersten Überraschung mussten wir feststellen, dass der Rasierer aus dem Hause Wilkinson wirklich gut in der Hand liegt. Dazu trägt auch die Gummierung bei. Fast der gesamte Griff ist mit Gummi ummantelt und somit rutschfest. Soviel zum ersten Kontakt.

    Gutes Ergebnis

    Aber was leistet der schicke Schwarze auf der Haut? Dafür benötigt er erst einmal eine Klinge. Die ist schnell aufgenommen: Einfach den Rasierer-Kopf gegen die Klinge drücken und sie rastet ein. Anschließend sitzt sie bombenfest. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie nicht beweglich ist. Die Klinge ist beweglich gelagert und passt sich den Konturen des Gesichtes an. Außerdem sind die einzelnen Klingen – wie sollte es anders sein – rasiermesserscharf. Der Rasierer nimmt es locker mit einem Drei-Tage-Bart auf, auch gegen die Wuchsrichtung. Leichte Probleme gab es lediglich beim Übergang vom Hals zur Wange. Dort mussten wir mit der Haarwuchsrichtung rasieren. Ansonsten fühlte sich die Rasur sauber an und es gab kaum Hautirritationen. Einmaliges Einseifen genügte den vier hintereinander gereihten Klingen. Sie glitten danach über die Haut. Das Ergebnis: spiegelglatt. Auch geblutet hat nichts. Inwiefern dafür der Pflegestreifen mit den Vitaminen E und B5 und das Schutzgitter verantwortlich sind, das wissen wir nicht. Das ist uns auch egal. Das Ergebnis zählt. Und das ist gut. Selbst Problembereiche, wie die Partie direkt unter der Nase, meistert der Wilkinson Quattro mühelos. Das liegt an der Konturenklinge. Die ist an der Oberseite des Klingenblocks angebracht und erlaubt ein präzises Stutzen. Das ist auch praktisch, um die Konturen eines Bartes zu stylen.

    Elektrischer Trimmer verbaut

    Einzelteile Wilkinson

    Angetrieben wird der Trimmer mit einer kleinen Batterie.

    Das besondere Merkmal des Wilkinson-Rasierers ist allerdings sein Trimmer. Will man diesen benutzen, muss man den Rasierer einfach drehen. Denn der Trimmer befindet sich am anderen Ende. Die Ergonomie des Wilkinson leidet auch nicht unter der neuen Griffposition. Das Gerät liegt stets ausbalanciert und satt in der Hand, ohne zu schwer zu sein. Der Trimmer selbst springt nach einem leichten Druck auf den Start-Knopf an. Sobald man den Knopf loslässt, ist der Trimmer wieder aus. Wer länger arbeiten möchte, muss den Knopf einfach ein bisschen fester drücken, dann bleibt der Trimmer eingeschaltet. Im Vergleich zu einem echten Bartschneider finden wir den Trimmer etwas schmal. Gerade mal 1,6 Zentimeter ist er breit. Um zwischendurch mal die Koteletten oder Haare über dem Ohr zu stutzen, reicht das aber allemal aus. Für zwischendurch ist der Trimmer auf jeden Fall praktisch. Allerdings hat er auch seine Schwächen. Ein richtiger Bartschneider hat nicht nur eine breitere Klinge. Er lässt sich unserer Meinung nach auch besser einstellen. Die Trimmer-Länge wird beim Wilkinson Sword Quattro über den Aufsatz eingestellt. Entweder lässt man ihn weg oder arretiert ihn auf eine von drei Stufen. Das finden wir allerdings gar nicht so einfach, da sich der Aufsatz nur sehr schwergängig verstellen lässt. Außerdem ist das Gerät nur für kurze, adrette Bärte geeignet. Längere Bärte sollten nicht mit dem Wilkinson bearbeitet werden – denn sonst waren sie mal lang.

    Recht laut

    Ein weiterer Minuspunkt: Wir empfanden den Trimmer als sehr laut. Dafür, dass das Gerät recht klein ist, macht es ordentlich Krach. Allerdings ist das Jammern auf hohem Niveau. Denn immerhin: Der Trimmer ist was Besonderes. Etwas Vergleichbares haben wir bislang nur beim Gillette Fusion ProGlide Powerstyler gesehen, den wir separat getestet haben. Angetrieben wird der Scherkopf, wie bereits weiter oben erwähnt, mit einer Batterie. Damit ist man jederzeit netzunabhängig. Es handelt sich um eine handelsübliche AAA-Batterie. Ist diese mal leer, muss man einfach nur den Griff drehen. Nach einer Vierteldrehung kann man ihn auseinanderziehen und eine neue Batterie einsetzen. Das klingt zwar nicht so, als wäre der Rasierer dicht, aber das täuscht. Laut den Symbolen auf der Packung kann man ihn unter fließend Wasser abspülen und auch unter der Dusche benutzen. Selbst ein kurzes Vollbad hat er bei uns überstanden.

    Durchschnittliche Folgekosten

    Nassrasierer Wilkinson

    Der Wilkinson präsentiert sich in einem dezenten Schwarz und liegt dank seiner Form gut in der Hand.

    Die Verarbeitung des Wilkinson-Rasierers kann sich sehen lassen. Auch das Ergebnis. Er rasiert mühelos und hinterlässt angenehm glatte Haut. Selbst der Trimmer erfüllt seinen Zweck. Das ist nicht selbstverständlich, denn das Männer-Pflege-Werkzeug wechselt für einen schmalen Taler den Besitzer. Gerade mal zehn Euro ruft Amazon für den Wilkinson auf. Bei Nassrasierer sind es allerdings die Folgekosten, die es in sich haben. Dabei fällt der britische Rasierer weder positiv noch negativ auf. Bei Amazon kosten die Ersatzklingen im Vierer-Pack 3,12 Euro das Stück. Im Vorteilspack mit acht Klingen liegt der Einzelpreis bei 2,12 Euro. Außerdem passen auch andere Klingen aus der Quattro-Titanium-Reihe auf den Rasierer. Die Sensitive-Version gibt es im Viererpack bei Amazon für 7,45 Euro. Das sind 1,86 Euro für eine einzelne Klinge. Dieser Preis ist echt okay und fair.

    Fazit

    Wilkinson kann mit dem Sword Quattro Titanium Precision ordentlich punkten– daran ändert auch der sperrige Name nichts. Da Ergebnis der Nassrasur ist ordentlich und die Folgepreise der Klingen halten sich in Grenzen, wenn man denn ein bisschen die Preise vergleicht. Der Trimmer kann unserer Meinung nach zwar nicht mit einem richtigen Bartschneider mithalten, aber wer nur gelegentlich ein paar Haare stutzen möchte oder einen kurzen Bart hat, dem wird das Gimmick reichen. Für Reisen ist er ohnehin ein idealer Begleiter, da er wenig wiegt und kompakt ist. Außerdem funktioniert der Trimmer mit gewöhnlichen Batterien und ist unabhängig vom Stromnetz. So macht er auch im Ausland keine Probleme. Wer auf den Trimmer verzichten kann und noch mehr auf Handlichkeit achten möchte, der sollte sich den normalen Wilkinson Sword Quattro anschauen. Die Preisersparnis beläuft sich aber, je nach Angebot, lediglich auf etwa 5 Euro. Eine Alternative mit Trimmer bietet Gillette mit dem Fusion ProGlide Power Styler.

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