Mechanische Gaming Tastaturen im Vergleich

Wir haben 3 mechanische Gaming Tastaturen ausgiebig getestet und verglichen

Für Spieler, die es ernst meinen – Mechanische Gaming Tastaturen im Test

Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis

    Keine Frage, die Tastatur ist das Eingabegerät Nummer eins bei PCs und Laptops. Zwar lassen sich viele Menüs auch per Maus steuern und auch Bedienhilfen wie Touch-Displays und Sprachsteuerung finden immer größere Verbreitung. Aber wenn es darum geht, möglichst effektiv mit dem Computer zu kommunizieren, ist und bleibt die Tastatur das Mittel der Wahl.
    Zwischen den zahllosen Modellen auf dem Markt gibt es jedoch himmelweite Unterschiede. Selbst Komplett-PC-Systeme, die ansonsten mit hochwertigen Komponenten gespickt sind, sparen oft am beiliegenden Tastenbrett. Die Standard-Keyboards erfüllen zwar ihren Zweck, können in Sachen Komfort und Funktionsumfang aber längst nicht mit hochwertigen Modellen mithalten. Die Qualität der Tastatur spielt auch für ambitionierte Computerspieler eine entscheidende Rolle. Für Gamer ist die Tastatur gewissermaßen das Arbeitsgerät. Computerspiele sind längst nicht mehr nur ein Hobby: Bei wichtigen Partien der sogenannten E-Sports geht es um Preisgelder in immenser Höhe; Millionen von Zuschauern finden sich vor den Bildschirmen ein, um die ausgeklügelten Taktiken und blitzschnellen Reflexe der Profi-Gamer zu sehen. Eine Tastatur, die unzuverlässig oder nur mit Verzögerung ihr Signal an den PC weitergibt, wäre in diesen Kreisen etwa so schlimm wie ein schlecht geschnürter Schuh für einen Fußballstar.
    Die Hersteller wissen um diesen stetig wachsenden Markt und bieten besonders auf Gamer zugeschnittene Tastaturen an. Die heben sich von herkömmlichen Schreibgeräten mit besonders kurzer Reaktionszeit, beleuchteten WASD-Tasten und weiteren Extras ab, die beim Gaming den entscheidenden Vorteil liefern sollen.

    N00b-L3x1k0n*: W, A, S und D (oder kurz WASD) sind bei vielen PC-Spielen die Tasten, die für das Bewegen der Spielfigur benutzt werden. Die Tastatur eines Gamers erkennt man oft daran, dass die Beschriftung der WASD-Tasten sichtbar abgenutzt ist, während alle anderen Buchstaben noch deutlich zu lesen sind.
    * Der Begriff N00b bezeichnet in der Gaming-Szene einen Neuling (von engl. newbie → noob → n00b). Die Schreibweise entspricht dabei der sogenannten Leetspeak (vom engl. elite → leet/1337). Viele Gamer ersetzen dabei Buchstaben durch Zahlen; E wird zu 3, O zu 0 etc. – so wird aus dem Lexikon für Gaming-Neulinge das N00b-L3x1k0n.

    Wir haben drei mechanische Gaming Tastaturen getestet:

    • Speedlink Ultor
    • Aukey KM-G3
    • Speedlink Velator

    Dabei hat die Redaktion herausgefunden, welche Keyboards bei heißen Clanwars einen echten Vorteil bieten und bei welchen Modellen mehr Gimmick als Gaming drin steckt. Dabei mussten sich die Tastaturen sowohl dem Einsatz auf dem digitalen Schlachtfeld als auch dem Büroalltag stellen.

    Mechanische Tastatur vs. Rubberdome-Keyboard

    3 mechanische Tastaturen

    Unsere Testkandidaten im Überblick

    Viele Gamer schwören auf mechanische Tastaturen und ziehen sie den herkömmlichen Rubberdome-Modellen vor. Letztere Bauweise ist bei weitem häufiger auf dem Markt anzutreffen. Dabei waren zu der Zeit, als die PC-Technik noch in den Kinderschuhen steckte, eigentlich alle Keyboards mit mechanisch gelagerten Tasten ausgestattet. In den folgenden Abschnitten erklären wir die wichtigsten Unterschiede der beiden Bauarten.

    Mechanische Tastaturen

    Bei mechanischen Tastaturen ist jede Taste einzeln mit einem Federmechanismus ausgestattet. Von Modell zu Modell gibt es Unterschiede, doch die grundsätzliche Funktionsweise ist diese: Eine Metallfeder unter der Taste wird durch den Druck des Fingers zusammengedrückt und schnellt wieder auseinander, sobald der Finger von der Taste genommen wird.

    Wegen der vielen mechanischen Bauteile sind solche Tastaturen vergleichsweise teuer in der Herstellung. Mechanische Tastaturen werden unter anderem für ihre hohe Haltbarkeit gelobt: Die Hersteller werben mit einer Lebensdauer von 50 Millionen Anschlägen pro Taste. Ein weiterer Vorteil liegt für viele in der haptischen Rückmeldung: Jede Taste reagiert spürbar auf den Druck. Zudem verleiht die Feder der Taste einen gewissen Widerstand, der beim Tippen überwunden werden muss. Für Gamer, die genau wissen müssen, ob ihr Kommando erfolgreich von der Tastatur erkannt wurde, ist das ein wichtiges Qualitätsmerkmal. In welcher Art die Tasten auf den Druck reagieren, hängt maßgeblich von den verwendeten MX-Schaltern ab.

    N00b-L3x1k0n: MX – kurz für: Mechanical Crosspoint – ist ein Standard, der vom deutschen Tastatur-Hersteller Cherry entwickelt wurde. Die verschiedenen Typen von MX-Schaltern sind farblich gekennzeichnet und reagieren jeweils unterschiedlich auf Tastendruck. Viele andere Hersteller haben vergleichbare Standards, die mit den entsprechenden Farbvarianten arbeiten.

    Art Eigenschaften
    MX-Red (roter Schalter) kein Tastenwiderstand, geringe Federhärte
    MX-Black (schwarzer Schalter) kein Tastenwiderstand, mittlere Federhärte
    MX-Brown (brauner Schalter) spürbarer Tastenwiderstand, mittlere Federhärte
    MX-Clear (durchsichtiger Schalter) spürbarer Tastenwiderstand, hohe Federhärte
    MX-Blue (blauer Schalter) spürbarer Tastenwiderstand, mittlere Federhärte, hörbares Klicken

    Welcher MX-Typ der richtige fürs Gaming ist, hängt stark von den jeweiligen Vorlieben ab. Wer sich eindeutiges haptisches Feedback wünscht, ist mit durchsichtigen oder braunen Schaltern gut beraten. Bei der blauen Variante kommt sogar noch ein akustischer Hinweis dazu. Viele Profi-Gamer schwören jedoch auf die widerstandsarmen roten und schwarzen MX-Schalter, da sie auf Dauer weniger Kraftaufwand benötigen. Um die gleiche Präzision zu erreichen, benötigt man bei diesen Modellen jedoch etwas mehr Übung.

    Da bei der mechanischen Bauweise jede Taste einen eigenen Schalter hat, können Tastenanschläge wesentlich zuverlässiger erkannt werden. Beim normalen Tippen macht das kaum einen Unterschied – beim Gaming, wo zum Teil viele Tasten gleichzeitig gedrückt und gehalten werden, ist das ein großer Vorteil. Viele Gaming-Tastaturen werben daher mit n-Key-Rollover oder Anti-Ghosting-Funktion.

    N00b-L3x1k0n: Ghosting ist ein Effekt, der bei minderwertig verarbeiteten Tastaturen auftreten kann. Beim gleichzeitigen Drücken mehrerer nahe beieinander liegender Tasten werden entweder zusätzliche Tastenbefehle (“wie von Geisterhand”) erkannt oder einige der tatsächlich ausgeführten Tastenanschläge ignoriert.
    Außerhalb von Gamer-Kreisen ist auch häufig von Key-Rollover die Rede: So erkennen Tastaturen mit 2-Key-Rollover nur zwei zeitgleich gedrückte Tasten zuverlässig. Der Idealfall ist dagegen das n-Key-Rollover (n = jede beliebige natürliche Zahl), bei dem theoretisch alle Tasten gleichzeitig gedrückt und korrekt erkannt werden können.

    Rubberdome-Tastaturen

    Tastaturen mit Rubberdomes (von engl. rubber = Gummi und dome = Kuppel) wurden erst später entwickelt als ihre mechanischen Gegenstücke. Anstelle von Federn für jede einzelne Taste ist unter dem gesamten Tasten-Layout eine Gummimatte verlegt. An den Stellen, an denen die Tasten angebracht sind, finden sich kleine kuppelförmige Erhöhungen. Beim Druck auf eine Taste wird die Gummikuppel darunter zusammengedrückt. Lässt der Druck nach, kehrt das Gummi wieder in seine Ursprungsform zurück und die Taste schnellt hoch. Diese Bauweise ist erheblich preiswerter in der Herstellung als mechanische Tastaturen, da anstelle vieler Federn nur eine Gummimatte verbaut wird. Aus diesem Grund sind Rubberdome-Tastaturen heutzutage sehr verbreitet. Allerdings lässt die Elastizität des Gummis mit der Zeit nach; in der Regel ist nach 5 Millionen Tastenanschlägen Schluss. Zudem ist materialbedingt nur eine begrenzte Zahl an gleichzeitig drückbaren Tasten möglich. Für das normale Eintippen von Texten ist das kein Problem – bei PC-Spielen mit komplexen Tastenkombinationen kann das aber ein echter Makel sein.

    Die drei Gaming Tastaturen im Vergleich

    Modell Schaltertyp Abmessungen (B*T*H) Key-Rollover
    Speedlink Ultor Red (Kaihua-Kailh) 35*12,2*3,3 cm n-Key-Rollover
    Aukey KM-G3 Blue (Outemu) 45*15*4,7 cm n-Key-Rollover
    Speedlink Velator Blue (Outemu) 45,3*16,5*4 cm 16-Key-Rollover

    Besonderheiten

    Grundsätzlich erfüllen Tastaturen den gleichen Zweck – sie übermitteln Signale an den PC, die durch die Anschläge auf den Tasten generiert werden. Darüber hinaus unterscheiden sich die drei Gaming Keyboards im Test allerdings erheblich. Wir haben die wichtigsten Aspekte herausgegriffen und stellen sie in den folgenden Absätzen vor.

    Speedlink Ultor

    Als einzige Tastatur im Test kommt die Speedlink Ultor ohne Ziffernblock/Numpad aus. Für eine Gaming Tastatur ist das konsequent, denn die meisten Spiele benötigen den Zusatz am rechten Tastaturrand nicht. Dadurch ist die Ultor kompakt und lässt mehr Platz auf dem Schreibtisch. Liebhaber von Simulatoren mit komplexer Steuerung werden das Numpad eventuell vermissen, da dort die Extratasten manchmal doch zum Zug kommen.
    Über die zugehörige Software hat der Nutzer zudem Zugriff auf die Makro-Fähigkeit der Ultor, die sechs programmierbare Abläufe zulässt. Bei manchen Spielen lässt sich so das frickelige Mikromanagement besser in den Griff bekommen.

    N00b-L3x1k0n: Ein Makro (vom griechischen Wort makros = groß) bezeichnet eine festgelegte Abfolge von Aktionen, die durch das Drücken einer einzigen Taste abgespielt wird. Für Tastaturen bedeutet das: Tasten (oder Tastenkombinationen) lassen sich mit weitgehend frei wählbaren Abläufen belegen. Wenn der Benutzer die Taste betätigt, wird das Makro abgerufen – und die Tastatur übermittelt die Signale der Tastenfolge an den PC.

    Die Speedlink Ultor

    Zudem bietet die Software die Möglichkeit, verschiedene Profile zu speichern und abzurufen, die man etwa auf verschiedene Spiele ausrichten kann. Das betrifft etwa die USB-Abfragerate, die regelt, wie viele Tasteneingaben pro Sekunde an den PC gesendet werden.
    Optisch setzt die Ultor auffällige Akzente: Die Grundfläche der Tastatur ist mit rot gefärbtem Aluminium verkleidet. Die blaue Tastenbeleuchtung (mit weiß hervorgehobenen WASD-Tasten) ist dezent, kann aber auf Wunsch auch heruntergeregelt werden. Da die Buchstaben jedoch nicht auf die Tasten aufgedruckt sind, kann man bei ausgeschaltetem Tastaturlicht und ungünstigen Lichtverhältnissen im Raum die Beschriftung der Tasten kaum noch lesen.
    Praktisch ist die sogenannte Gaming-Funktion: Beim Drücken von Fn+Drucken wird die Windows-Taste deaktiviert. Das verhindert – vor allem bei älteren Spielen –, dass ein versehentliches Drücken der Taste das Startmenü aufruft und das Spiel-Fenster minimiert.
    Abseits der Spielewelten fehlt der Ziffernblock gelegentlich; vor allem bei der Eingabe vieler Zahlen ist das Ausweichen auf die obere Tastaturreihe umständlich. Als Multitalent entpuppen sich dagegen die mechanischen Tasten mit Kaihua-Kailh-Schaltern, dem Pendant zum roten MX-Standard. Beim Gaming fehlt für ungeübte Spieler zunächst die eindeutige Rückmeldung und lässt ein “schwammiges” Spielgefühl aufkommen. Beim Schreiben von Texten lässt die leichtgängige Federung die Finger nicht so schnell ermüden wie Tastaturen mit Rubberdome-Schaltern.

    Aukey KM-G3

    Den mit Abstand größten Funktionsumfang im Test hat die Aukey KM-G3. Über Tastenkombinationen lassen sich zahllose Beleuchtungsmodi einstellen – sogar ohne Treiber. Vom Leuchten in acht verschiedenen Farben (einzeln oder alle zugleich) über flackende Kaminfeuer-Effekte bis hin zum Nachleuchten gedrückter Tasten und sich wellenförmig ausbreitende Lichter ist so ziemlich jede denkbare Spielerei möglich. Auch Helligkeit und Geschwindgkeit der Effekte lassen sich leicht einstellen. Tatsächlich trifft es “Spielerei” jedoch recht gut, denn wirklich praktisch ist kaum eine Einstellung. Tatsächlich lenken viele der Licht-Optionen vor allem ab. Um Freunde zu beeindrucken oder die richtige Farb-Atmosphäre zu schaffen, sind die Einstellungen jedoch sehr geeignet.

    Aukey Tastatur

    Die Aukey KM-G3

    Etwas brauchbarer sind dagegen die spezifischen Gaming-Lichtschemata. Durch Auswahl der fünf Voreinstellungen – FPS, CF, CoD, LoL und Race – leuchten nur die jeweils relevanten Tasten auf, während alle anderen dunkel bleiben. So erstrahlen im FPS-Schema die WASD-Tasten türkis, die Pfeiltasten blau und die Escape-Taste orange.

    N00b-L3x1k0n: FPS (first person shooter) sind Spiele, die den Spieler in die Perspektive der Hauptfigur versetzen. In den meisten Fällen gilt es, seine Gegner mithilfe verschiedener Waffen zu bekämpfen – deshalb ist dieses Genre vielen auch verkürzt als Shooter beziehungsweise Ego-Shooter bekannt.

    Bei der Voreinstellung CoD (Call of Duty) leuchten die Tasten grün – passend zum Militär-Shooter –, beim LoL-Schema (League of Legends) kommt mystisches Lila zum Einsatz. Da beim Spielen jedoch vor allem der Monitor im Blick ist, sind auch diese Voreinstellungen eher Gimmick. Doch wer im Eifer des Gefechts nicht auf Anhieb die richtige Taste findet, kann von den bunt leuchtenden Schemata tatsächlich profitieren.
    Neben dem Regenbogen-Lichterfest hat die KM-G3 auch noch eine Reihe sinnvoller Gaming-Funktionen in petto: Per Tastenkombination lässt sich die Windows-Taste deaktivieren. Auf Wunsch tauschen sogar WASD- und Pfeiltasten die Plätze. Das kann beim Schreiben zwar irritieren, ist bei mehreren Spielern mit unterschiedlichen Vorlieben eine praktische Sache. Darüber hinaus lassen sich mehrere Funktionstasten mit Extrafunktionen belegen (zum Beispiel Fn+F9 für das Mailprogramm oder Fn+F12 für den Rechner).
    Durch ihre blauen Outemu-Schalter (siehe Punkt 1.1) reagiert die KM-G3 spürbar auf jeden Tastenanschlag. Die Tasten vermitteln einen deutlichen Widerstand und geben ein lautes Klicken von sich. Für Gaming kann das praktisch sein – beim Tippen längerer Texte nervt die Geräuschkulisse schnell. In der VerbraucherWelt-Redaktion machten sich die Tester mit dem fortwährenden Klackern bei ihren Kollegen nachhaltig unbeliebt. Beim Eingeben längerer Texte fällt auch die hohe Lage der Tasten auf Dauer negativ auf. Auch die Erhöhung der Rückseite durch die ausklappbaren Standfüße richtet dagegen wenig aus. Eine ergonomische Handballenauflage kann dabei Linderung verschaffen – für längere Tipp-Sessions ist die GM-K3 jedoch eindeutig nicht gebaut worden.
    Für manchen deutschsprachigen Benutzer ärgerlich: Die KM-G3 ist nur im englischen QWERTY-Layout zu haben. Tasten für die Umlaute (ä, ö, ü) und das ß fehlen, die übrigen Sonderzeichen befinden sich nicht an gewohnter Stelle. Zwar lässt sich über das Betriebssystem das deutsche Tastaturlayout einstellen, doch dann stimmen die Tastensymbole nicht mit dem geschriebenen Text überein – die Kombination Shift+3 fügt beispielsweise ein Paragraphenzeichen (§) ein, obwohl auf der Taste die Raute (#) aufgedruckt ist.
    Kurios: Wer den großen Funktionsumfang der KM-G3 kennenlernen möchte, sollte am besten selbst ausprobieren. Die Bedienungsanleitung liegt zwar auch in deutscher Sprache vor, ist jedoch so mittelprächtig übersetzt, dass sie kaum zu gebrauchen ist. Immerhin sorgen Formulierungen wie “Die Tastatur invariant allgemeine Beleuchtungshelligkeit helle Farbeschwankt im Regenbogen von Farbe” für Aufheiterung nach einem verlorenen Match.

    Speedlink Velator

    Die Speedlink Velator

    Im Vergleich zu den beiden anderen Tastaturen wirkt die Speedlink Velator fast unscheinbar. Keine beleuchteten Tasten, keine auffälligen Farben – die Velator konzentriert sich auf ihre Kernaufgaben. Die schlicht designte Tastatur gibt sich vor allem durch optisch hervorgehobene WASD-Tasten als Gaming-Keyboard zu erkennen. Auch in einer seriösen Büro-Umgebung wirkt die Tastatur im Gegensatz zu den beiden anderen Modellen nicht fehl am Platz. Die Technik unter der unspektakulären Haube hat es jedoch in sich: Unter jeder der 105 Tasten befindet sich ein blauer Outemu-Schalter (entspricht dem MX-Blue-Standard), die die Anschläge präzise aufnimmt und weitergibt. Das Tippgeräusch ist zwar hörbar, aber erträglich. Das vergleichsweise hohe Gewicht (1,6 Kilogramm) vermittelt ein Gefühl von Stabilität. Wie bei der Ultor-Tastatur gibt es auch bei der Velator die Möglichkeit, die Windows-Taste zu deaktivieren und Makros zu verwenden – die Velator hält sogar zehn programmierbare Makro-Tasten bereit. Diese Funktionen sind jedoch dezenter untergebracht als bei der Ultor (Fn+F8 deaktiviert die Windows-Taste statt Fn+”Gaming”). Zudem erleichtern Zusatzbelegungen der Funktionstasten (F1-F8) unter anderem das Einstellen der Lautstärke und die Wiedergabe von Musik- und Videodateien. Bei gemütlichen Videoabenden im dunklen Zimmer ist die Bedienung mangels Hintergrundbeleuchtung jedoch erheblich schwieriger.

    Kurios: Da die meisten Spiele auf Windows ausgelegt sind, sind manche Gaming-Tastaturen nur bedingt kompatibel mit anderen Betriebssystemen. Bei unseren Windows-Testsystemen funktionierten die Extras so, wie sie sollten. An unserem Apple-Testrechner mussten wir bei der Speedlink Velator allerdings die Windows-Taste deaktivieren, um sie als Command ()-Taste benutzen zu können.

    Die durchweg hochwertige Verarbeitung geht sogar bis ins Detail: Das Verbindungskabel der Velator ist (wie auch bei der Ultor) mit Nylonfasern ummantelt und dadurch besser vor Schäden geschützt. Zudem sind die einzelnen Tasten an den Rändern minimal erhöht – das schafft ein besseres Gefühl für die Lage der Tasten und unterstreicht die hochwertige Verarbeitung der gesamten Tastatur.

    Die Gaming Tastaturen im Praxistest

    Um die beste, schönste, schnellste Gaming Tastatur zu küren, haben wir die drei Modelle in verschiedenen Disziplinen auf Herz und Nieren getestet. Beim Schreiben längerer Texte mussten sich die Keyboards beweisen – selbstverständlich entstammen auch große Teile dieses Artikels den Testgeräten. Die Königsdisziplin ist und bleibt jedoch das Gaming. Deshalb haben die VerbraucherWelt-Redakteure keine Mühen gescheut, um die jeweiligen Vorzüge und Schwachstellen der Tastaturen bei ausgiebigen Multiplayer-Matches auf die Probe zu stellen. Zwar reichen unsere Skills nicht ganz für die Profiliga im E-Sport, doch für ein paar anständige Frags sind wir jederzeit zu haben.

    Aukey Beleuchtung

    Die Aukey mit voller Beleuchtung

    N00b-L3x1k0n: Als Frag bezeichnet man vor allem in FPS-Games den erfolgreichen Abschuss eines gegnerischen Spielers. Der Begriff geht auf den Vietnamkrieg zurück: Inkompetente oder übermütige Kommandeure wurden mit einer Splittergranate (eng.: fragmentation grenade oder kurz frag) kampfunfähig gemacht – als Notfallmaßnahme, um das Leben der übrigen Soldaten zu schützen. In Gaming-Kreise gelangte das Wort über den erfolgreichen Shooter “Doom” von 1993. Dort wurden erstmals erlegte Gegner als Frags gezählt. Schnell setzte sich der Begriff auch in anderen Spielen durch und gehört mittlerweile zum Standard-Vokabular bei Gamern.

    Spoiler-Warnung: Die beste Gaming-Tastatur gibt es nicht. Jeder Spieler ist anders und hat eigene Vorlieben und Abneigungen – das gilt auch für Keyboards. Während einige Tester mit der Speedlink Ultor am besten zurechtkamen, bekamen andere wegen der leichtgängigen Tasten plötzlich kein Bein mehr auf den Boden. Auf der anderen Seite spaltete auch die Aukey KM-G3 die Tester in zwei Lager: Die einen waren von der eindeutigen haptischen und akustischen Rückmeldung der Tastatur begeistert, die anderen waren schon nach wenigen Augenblicken vom penetranten Geklacker der Tasten genervt. Einen guten Mittelweg, mit dem sich fast alle anfreunden konnten, lieferte die Speedlink Ultor. Diese Tastatur hatte aber den spürbar stärksten Druckwiderstand – halbherzige Anschläge wurden dabei nicht immer registriert.
    Grundsätzlich verbesserten die mechanischen Tastaturen das Spielgefühl gegenüber Standard-Keyboards aber deutlich. Von Eingabeverzögerung war auch bei vielen gleichzeitig gedrückten Tasten nichts zu spüren und auch komplexe Manöver wie Rocket Jumps gingen deutlich reibungsloser von der Hand. Die unterschiedlichen Beleuchtungsmodi fielen in der Praxis allerdings kaum ins Gewicht – sie störten nicht, brachten aber auch keine entscheidenden Vorteile.
    Zwar wird man mit der richtigen Tastatur nicht automatisch zum besseren Gamer. Mit einem Keyboard, das den eigenen Stärken in die Hände spielt, schlägt man sich jedoch merklich besser im digitalen Getümmel.

    Alternativen zur Gaming Tastatur

    Der Name verrät es – Gaming Tastaturen richten sich ausdrücklich an Personen, die das Keyboard vor allem für Spiele nutzen. Zwar eignen sich die Gaming-Modelle auch für normales Arbeiten, ihre Stärken liegen jedoch an anderer Stelle. Gelegenheits-Gamer und diejenigen, für die Solitär und Minesweeper die einzigen Spiele sind, sollten daher auf andere Tastaturen zurückgreifen. Wir stellen die wichtigsten Varianten kurz vor.

    Ergonomische Tastatur

    Ergonomische Tastaturen fallen vor allem durch ihre besondere Form auf: Das Ziel ist eine Bauweise, die die Bedienung der Tasten besonders schonend für die Hand gestaltet. Da sich die Hände beim normalen Tastaturlayout in einer unnatürlichen Haltung befinden, kann das dauerhafte Arbeiten zu Schädigungen führen – bekannte Beispiele sind das Karpaltunnelsyndrom, Sehnenscheidenentzündung und das RSI-Syndrom (repetitive strain injury = Verletzung durch wiederholte Belastung). Durch ihre Form sollen ergonomische Tastaturen solchen Erkrankungen vorbeugen oder die Arbeit für Menschen mit geschädigten Händen oder Handgelenken erleichtern.Dieser Tastatur-Typ zeichnet sich vor allem durch viele Einstellungsmöglichkeiten aus, um sich möglichst gut an den Benutzer anzupassen.

    GUT FÜR VIELTIPPER

    Gerade bei längeren Texten spielt die ergonomische Tastatur ihre Stärken voll aus

    Dafür gibt es sogar zweigeteilte ergonomische Tastaturen, die besonders hohe Flexibilität beim Aufstellen ermöglichen. Oft bedarf es zwar einiger Gewöhnung an die untypische Form. Findet man sich jedoch zurecht, ermöglichen ergonomische Tastaturen auch das Schreiben langer Texte, ohne die Hände in Mitleidenschaft zu ziehen. In unserem Vergleich setzte sich das Logitech Wireless Keyboard K350 durch. Die Empfehlung punktet mit jeder Menge Zusatzfunktionen und ist als einzige ergonomische Tastatur im Test auch kabellos einsetzbar.

    Funk-Tastatur

    Wer es besonders mobil mag, für den ist die Wireless- oder Funktastatur die richtige Wahl. Im Gegensatz zu anderen Keyboards sind diese Modelle nicht über ein Kabel mit dem PC verbunden, sondern übertragen ihre Signale per Funk an einen Empfänger, der an den Computer angeschlossen ist. Auf diese Weise kann man von überall im Raum die Tastatur bedienen. In der Regel sind Entfernungen bis etwa fünf Meter zum Empfänger kein Problem – entfernt man sich noch weiter, kommt das Signal eventuell nicht mehr (vollständig) an. Im Büro können Funktastaturen nur bedingt ihre Stärken ausspielen. Beliebt sind Wireless-Modelle eher für den Privatgebrauch, etwa zum Steuern des PCs vom Sofa aus. Weil kein festes Kabel zwischen Sender und Empfänger liegt, ist allerdings die Daten-Übertragungsrate niedriger; extrem schnelle Tipper bringen das Gerät leicht an seine Grenzen. Zudem gelten Funktastaturen als anfällig für Sicherheitslücken, da viele Modelle ihre Eingaben unverschlüsselt übertragen. Zu guter Letzt benötigt auch eine mobile Tastatur Energie – die muss in Form von Batterien regelmäßig nachgefüllt werden.
    Eine Sonderform der Funk-Tastatur bilden Keyboards mit Bluetooth-Funktion. Bluetooth ist ein verbreiteter Standard zur drahtlosen Datenübertragung und auch in vielen Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets vorhanden. Deshalb lassen sich Bluetooth-Tastaturen nicht nur kabellos mit PCs verbinden, sondern können auch die Eingabe längerer Texte auf Smartphone & Co. erheblich erleichtern. Wichtig ist dabei das vorherige Pairing, also die Abstimmung von Sender und Empfänger.

    Flexible Tastatur

    In Umgebungen, die für elektronische Geräte eher ungeeignet sind, kommen flexible Tastaturen zum Zug. Sie bestehen meist aus Silikon und sind daher nicht nur besonders biegsam und leicht, sondern auch wasserdicht und stecken auch kräftige Stöße gut weg. Weil sie kein Wasser durchlassen, sind diese Tastaturen einfach zu reinigen und daher auch in schmutzigen Arbeitsumgebungen praktisch. Zudem lassen sie sich platzsparend unterbringen – indem man die Tastatur nach Gebrauch einfach zusammenrollt. Aufgrund ihrer Bauweise bieten flexible Tastaturen allerdings keine exakte Rückmeldung auf Tastenanschläge. Zuverlässig arbeiten sie also nur, wenn jede Taste mit genügend Druck betätigt wird – schnelles Arbeiten wie 10-Finger-Tippen ist so kaum möglich.

    Virtuelle Projektions-Tastatur

    Eine Tastatur ohne Tastatur – das ist die Überlegung hinter virtuellen Keyboards. Tatsächlich ist das einzige greifbare Gerät ein kleiner Projektor, der das Layout einer Tastatur auf eine ebene Fläche wirft, zum Beispiel auf einen Tisch. Eine Kamera ermittelt, wenn jemand die Finger über die (virtuellen) Tasten bewegt und gibt das entsprechende Signal an den PC weiter. Virtuelle Tastaturen gelten als sehr unzuverlässig und funktionieren nur bei guten Lichtverhältnissen. Da es keine echten Tasten gibt, fehlt auch das haptische Feedback. Vor allem beim schnellen Tippen kommt die Kamera oft nicht mit und ein Teil der Signale wird nicht übermittelt. Dafür lässt sich die Tastatur auf fast jede beliebige Fläche projizieren und kann nicht verschmutzen. Zudem nimmt der Projektor viel weniger Platz in Anspruch als eine echte Tastatur – das macht das virtuelle Keyboard besonders mobil einsetzbar. Ernsthaftes Arbeiten oder gar Gaming ist mit diesen Modellen jedoch nicht zu empfehlen.

    Sinnvolles Zubehör für die Gaming Tastatur

    Eine zuverlässige und reaktionsschnelle Tastatur ist beim Gaming nur die halbe Miete. Wer bei Clanwars, Raids & Co. eine optimale Ausstattung will, findet eine Menge passendes Zubehör auf dem Markt.
    Eine besonders naheliegende Ergänzung ist die Gaming Maus. Manche Hersteller bieten Komplettsets mit Tastatur und passender Maus an, doch besonders hochwertige Nager gibt es in der Regel nur im Einzelverkauf. In unserem Gaming Maus Test machten vor allem die Logitech G502 Proteus Core und die Razer Naga eine gute Figur.

    MEHR KONTROLLE

    Durch den optischen Sensor und viele Extras ist die Maus vor allem bei Gamern beliebt

    Diese Gaming Mäuse sammelten vor allem mit leistungsfähigen Sensoren und sinnvoll platzierten Extratasten massig Punkte im Vergleich. Vor allem bei Strategiespielen und MMORPGs kommen die Zusatztasten zum Tragen – sie können aber auch im normalen Betrieb mit allerhand Komfortfunktionen belegt werden. Das aggressive Design mag nicht jedermanns Sache sein, doch beim Gaming sichern diese Geräte einen merklichen Vorteil gegenüber herkömmlichen Mäusen.

    N00b-L3x1k0n: MMORPG (Massive Multiplayer Online Role Playing Game) bezeichnet ein Spiele-Genre, das vor allem durch “World of Warcraft” auch Nicht-Gamern ein Begriff ist. Zumeist bevölkern zahllose Spieler zugleich riesige Online-Welten und kämpfen entweder gegeneinander oder kooperieren, um Spielziele zu erreichen.

    Wer Gaming nicht nur als Leistungssport ansieht, sondern auch gelegentlich eine gemütliche Runde vom Sofa aus einlegen möchte, hat mit einem Gamepad das passende Gerät zur Hand. Wegen der begrenzten Zahl der Tasten sind die Controller zwar nicht für komplexe Simulationen oder MMORPGs geeignet – Sportspiele und Jump-and-Runs mit intuitiver Steuerung machen mit Gamepads dafür besonders viel Spaß. Mit einem entsprechend leistungsstarken PC steht man dem Spielgefühl aktueller Konsolen in nichts mehr nach. Im Test bewährt hat sich der Xbox 360 Controller von Microsoft. Unsere Empfehlung zeichnet sich nicht nur durch gute Ergonomie aus, sondern hat auch hochwertig verarbeitete Tasten und Sticks. Außerdem ist er auch als Wireless-Variante zu haben – dann ist der Gaming-Standort auch nicht von der Länge des Kabels begrenzt und auch bei hektischen Mehrspieler-Sessions entsteht kein Kabelsalat.

    Für Gamer mit empfindlichen Nachbarn oder Mitbewohnern ist zudem das Gaming Headset  eine sinnvolle Anschaffung. Diese bestehen grundsätzlich aus Kopfhörern und einem daran befestigten Mikrofon. Gaming-Headsets zeichnen sich meist durch Surround-Sound aus, damit der Spieler akustisch erkennen kann, aus welcher Richtung beispielsweise feindliches Feuer kommt. Das Mikrofon ermöglicht die Absprache mit Teamkollegen und Mitspielern.

    HÖRT SICH GUT AN

    Durch die Leder-Polsterung liegt das Headset komfortabel auf den Ohren

    Bei unseren Gaming-Ausflügen haben unter anderem der Razer Kraken und der Sennheiser PC 363D gute Dienste geleistet. Beide Gaming-Headsets sind angenehm zu tragen und überzeugen mit gutem Raumklang und klarer Sprachaufnahme – zudem ersparten die Kopfhörer dem Rest der Redaktion wirkungsvoll die chaotisch-lauten Bildschirmgefechte.

    Apropos Bildschirm: Auch ein guter Monitor kann die Leistung beim Gaming nachhaltig beeinflussen. Wichtig sind vor allem eine geringe Reaktionszeit (2 Millisekunden oder weniger sind ein guter Wert) und eine hohe Bildwiederhol-Frequenz (60 Hertz sollten das Minimum sein; besser sind Werte von 120 Hertz und mehr). Mittlerweile sind Full-HD-Auflösungen (1080p = 1920*1080 Pixel) Gaming-Standard. Wer für die Zukunft gerüstet sein will, kann auch über die Anschaffung eines Monitors mit 4K-Auflösung (3840*2160 Pixel) nachdenken. Zu klein sollte die Bildschirmdiagonale bei den hochauflösenden Modellen aber nicht sein, da ansonsten feine Schrift und andere Details kaum noch zu erkennen sind – Monitore zwischen 24 und 27 Zoll (≈ 61 bis 69 Zentimeter) erfüllen ihren Zweck sehr gut.

    Wer seine Gaming-Station gleich komplett auf den neuesten Stand bringen will, kann auf eine große Auswahl an fertig konfigurierten Komplett-Systemen zurückgreifen. Je nach Preislage sind diese Gaming-PCs mit leistungsstarken Grafikkarten, schnell arbeitenden Prozessoren und viel Arbeitsspeicher ausgestattet. Die Systeme sind viel zu unterschiedlich, um brauchbare Empfehlungen auszusprechen. Ein sinnvoller Richtwert sind die Systemvoraussetzungen der Games, mit denen man sich am häufigsten beschäftigt – plus etwas Extra-Leistung, um in Zukunft etwas Spielraum nach oben zu haben. Viel Rechen- und Grafikleistung für Spiele gibt es auch mobil – Gaming Laptops  erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. In unserem Test fiel vor allem der Acer Predator 17 positiv auf. Mit 16 Gigabyte RAM, einer guten GeForce-Grafikkarte und großzügig bemessenen SSD- und HDD-Festplatten ist man mit diesem Laptop gut für aktuelle und kommende Spiele gerüstet.

    Die Möglichkeiten, sich den perfekten Gaming-Rechner zusammenzustellen, sind riesig. Wenn alle Komponenten den eigenen Ansprüchen genügen, steht dem Spiele-Erlebnis nichts mehr im Wege – nur den nötigen Skill muss man noch selbst mitbringen.

    Fazit – verschiedene Funktionen, verschiedene Stärken

    In unserem Gaming Tastatur Vergleich schlagen sich alle drei getesteten Modelle sehr gut. Welches Keyboard jedoch am besten ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Hardcore-Gamer, denen es nur auf die Leistung bei Spielen ankommt, treffen mit der Speedlink Ultor die richtige Wahl. Die rot verkleidete Tastatur punktet mit durchdachten Funktionen, guter Verarbeitung und einem auffälligen Design. Die roten Kaihua-Kailh-Schalter garantieren leichtgängiges Tippen – Gamer benötigen jedoch etwas Übung, bis sie das Gefühl für den Anschlagpunkt haben. Durch das extravagante Äußere und das fehlende Numpad ist die Ultor jedoch eindeutig besser am Gaming-Platz aufgehoben als im Büro.

    Deutlich dezenter macht sich dagegen die Speedlink Velator aus. Durch die schlichte Optik und die hochwertige Bauweise ist diese Tastatur auch für seriöse Umgebungen geeignet. Dort sorgt auch der Ziffernblock für angenehmeres Arbeiten, zum Beispiel bei der Tabellenkalkulation. Aber auch beim Gaming muss sich die Tastatur nicht verstecken: Zwar sind die Tasten nicht beleuchtet, reagieren aber spürbar auf jedes Kommando und lassen sich auch durch viele gleichzeitige Anschläge nicht beirren. Somit eignet sich die Velator sowohl für anspruchsvolle Spiele als auch für die Arbeit hervorragend. Der relativ hohe Anschlagswiderstand ist beim Tippen langer Texte durchaus in den Fingern zu spüren.

    Als Funktions-Überflieger kann auch die Aukey KM-G3 im Test überzeugen. Zwar fällt zuerst die kirmesartige Beleuchtung ins Auge, doch unter den schicken, aber eigentlich überflüssigen Regenbogen-Lichtern stecken auch jede Menge sinnvolle Extras. So können gaming-spezifische Beleuchtungsmodi in hektischen Partien den Fokus auf die wichtigsten Tasten lenken. Die blauen Outemu-Schalter sorgen zudem für ein eindeutiges Feedback bei Tastenanschlägen – in manchen Fällen vielleicht sogar zu eindeutig: Beim Schreiben nervt das laute Klackern der Tastatur enorm und auch das englische QWERTY-Layout ist beim Tippen deutscher Texte eher hinderlich. Dafür bietet die KM-G3 als einzige Tastatur im Test auch ohne aufwändige Treiberinstallation ihren vollen Funktionsumfang – sowohl auf Windows- als auch auf Apple-Geräten – und ist damit unterm Strich eine gute Wahl für Einsteiger, die mit einer witzigen Lichtshow ihre Freunde beeindrucken wollen. Auch Gaming für hohe Ansprüche ist mit diesem Modell möglich – allerdings sollte man dafür die Lichteffekte lieber runterregeln.

     

     

     

    Die getesteten Produkte wurden uns unentgeltlich von den Herstellern zur Verfügung gestellt. Im Anschluss an die Tests werden die Produkte verlost oder gespendet.

    Kommentar schreiben

    Kommentar