Spülmaschinentabs Vergleich 2017

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1
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Finish All in 1 Plus
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Finish All in 1 Plus
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Glasschutz
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2
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Finish Calgonit Quantum
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Finish Calgonit Quantum
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Claro 2020 Alles in 1
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Claro 2020 Alles in 1
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PREISTIPP
4
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Somat Gold
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Somat Gold
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5
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Somat Classic 1
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Somat Classic 1
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6
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Somat All in 1 Extra
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Somat All in 1 Extra
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Anzahl Tabs72
Glasschutz
Fettlöser
VerpackungKarton, Einzelnd
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7
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Finish Classic
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Finish Classic
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Anzahl Tabs77
Glasschutz
Fettlöser
VerpackungKarton
Silberschutz
Teelösekraft

Kleiner Helfer bei schmutzigem Geschirr — Spülmaschinentabs Test

Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis

    Heutzutage kommen Produkte für den Haushalt sehr viel schneller auf den Markt. Seinerzeit, bei den mittlerweile selbstverständlichen Spülmaschinentabs, war der Fall anders. Miele baute bereits 1929 die erste elektrische Geschirrspülmaschine in Europa. Es dauerte gut drei Dekaden, bis es Geschirrspülmittel als Pulver für den Hausgebrauch zum kauf gab. Noch einmal die gleiche Zeit verstrich schließlich, bis 1990 die ersten Spülmaschinentabs in den Regalen der Drogerien und Supermärkte standen. Pünktlich zur Erschließung der damals neuen Märkte in Osteuropa, kamen die praktischen Tabletten für die Spülmaschinen auf den Markt. 1995 wurden dann die ersten sogenannten 2-in-1-Reiniger mit zusätzlichem Klarspüler vorgestellt. Seither verging kaum ein Jahr, in welchem keine diesbezüglichen Produktinnovationen präsentiert wurden. Spülmaschinentabs gibt es inzwischen vorwiegend als sogennante Mehrphasen-Tabs. Die laut Herstellerangaben noch bis zu über einem Dutzend nützliche Zusatzstoffe für die bessere Geschirrreinigung verfügen. Inwiefern diese wortreich angepriesenen Stoffe jedoch tatsächlich auch einen zusätzlichen Nutzen bringen, ist nach Ansicht vieler Beobachter und Experten zumindest fraglich.

    1. Blumige Slogans und Schlagwörter in der Werbung

    Wie etwa Wasserenthärter („3-in-1“), extra Glasschutz („4-in-1“), Bleichmittelaktivatoren als Spülkraftverstärker („5-in-1“) und Edelstahlglanz („7-in-1“). Darüber hinaus bewerben die aktuell größten und international bekanntesten Hersteller wie etwa die Dalli-Werke, Reckitt-Benckiser, Henkel sowie Procter & Gamble ihre Produkte mit vielfältigen Eigenschaften. Dabei handelt es sich jedoch oft um allgemeingültige Slogans wie beispielsweise Fettlösekraft, Geruchsneutralisierer, Salzfunktion oder Schnell-Trocken-Formel. Spülmaschinentabs als Mehrphasen-Tabs sind zurzeit im Handel in zahlreichen Abstufungen bis zu 13-in-1 erhältlich. Häufig jedoch zu nicht nachvollziehbar hohen Preisen. Renommierte Verbraucherschutzorganisationen wie beispielsweise Stiftung Warentest haben in den letzten gut zehn Jahren bereits bei mehrfachen Spülmaschinentabs Tests beziehungsweise Spülmaschinentabs Vergleichen vor einer Verwirrung oder gar Irreführung der Kunden gewarnt. So sind etwa viele beworbene Mehrphasen-Tabs nur für manche Sonderspülmaschinen geeignet oder bei einem defekten Ionenaustauscher empfehlenswert.

    2. Manche Inhaltsstoffe sind überflüssig

    Die teils durchaus gerechtfertigte Kritik an modernen Spülmaschinentabs und ihren nicht immer genau erklärten Zusatzfunktionen muss natürlich im Einzelnen erklärt werden. Am Beispiel der fast allen erhältlichen Spülmaschinentabs zugesetzten Wasserenthärter wird schnell deutlich, dass dieser im Zweifelsfall sogar mehr Schaden verursachen als Nutzen bringen können. Je nach Härte des regionalen Leitungswassers lassen die in sämtlichen Haushaltsspülmaschinen serienmäßig eingebauten Ionenaustauscherpatronen in ihrer Wirkkraft (Lösung störender Erdalkaliionen) nach. Diese Patronen werden mithilfe von Regeneriersalz rückgespült und sind dann wiederverwendbar. Bei sehr weichem Wasser kann auf das Salz verzichtet werden. Bei sehr hartem Wasser ist es auch beim Einsatz von Spülmaschinentabs mit Enthärtersalzen notwendig. Statt wie in den Ionenaustauschern durch Lösung der Ionen funktionieren Enthärtersalze in Spülmaschinentabs durch stabile chemische Bindung der wasserlöslichen Komplexe von Kalzium- und Magnesium-Ionen. Bei einem intakten Ionenaustauscher ist das Spülwasser also bereits enthärtet und der Enthärter aus den Tabs bleibt daher wirkungslos und belastet überflüssigerweise die Umwelt. Spülmaschinentabs mit zusätzlichem Wasserenthärter sind demzufolge nur bei sehr hartem Wasser oder Geschirrspüler ohne oder bei defektem Ionenaustauscher sinnvoll. Trotz vieler Zusatzstoffe kann nach dem letzten Spülgang noch Chemie anhaften. Für die Umwelt ebenfalls unnötig belastend kann auch das sogenannte Carry-over-Problem bei der Verwendung von Spülmaschinentabs mit zusätzlichem Wasserenthärter und weiteren Stoffen sein. Dieser Effekt beschreibt den Umstand, dass es im nie vollständig von der Pumpe geleerten „Pumpensumpf“ stets eine zu hohe Konzentration von unverbrauchten Enthärtern und weiteren Wirkstoffen gibt, die aber erst beim letzten Spülgang zur Wirkung kommen. Das wird zwar von den Herstellern beabsichtigt und unter dem weiter oben bereits erwähnten Schlagwort der „mehreren Phasen“ auch beworben. Festzuhalten bleibt aber, dass die jeweiligen Zusatzstoffe nach dem letzten Spülgang zum Schluss nahezu unverbraucht in das Abwasser abgepumpt werden. Ohne irgendwelchen Nutzen verursacht zu haben. Ein weiteres, gelegentlich bei der Verwendung von Spülmaschinentabs mit Zusatzmitteln auftretendes Problem ist, dass der Enthärter überdimensioniert ist und je nach Programmdauer, Temperatur und Resthärte des Wassers nicht ganz verbraucht wird. In solchen Fällen können auch nach der Beendigung des letzten Spülgangs Rückstände und Spuren auf dem Geschirr verbleiben.

    3. Spülmaschinentabs mit möglichst wenigen Phosphaten

    Alle Hersteller betonen, nahezu bei sämtlichen Spülmaschinentabs Vergleichssieger, natürlich die überlegene Reinigungskraft ihres Produkts. Unterscheiden sich die konventionellen Tabs hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe beim genaueren Hinsehen im Spülmaschinentabs Test nur wenig. So setzten sich diese in der Regel aus circa 5 Prozent Tensiden, 15 Prozent Bleichmitteln und mindestens 30 bis mehr als 60 Prozent Phosphaten zusammen. Häufig verwandte Inhaltsstoffe von Spülmaschinentabs sind alkalisch wirkende Reiniger zur Beeinflussung des pH-Werts. Dazu zählen beispielsweise Soda, Natriumdisilikat, Natriumhydroxid und Pentanatriumpolyphosphat. Der hohe Anteil von Phosphaten sorgt in Spülmaschinentabs dafür, dass der Schmutz sich löst und nicht wieder auf dem Geschirr absetzt. Die meisten Phosphate dienen auch als Enthärter. Werden aber wegen ihrer schlechten Umweltverträglichkeit in neueren Spültabs inzwischen häufig durch Citrate ersetzt. Die Bleichmittel wie Natriumperkarbonat oder Natriumperborat entfernen nicht auswaschbare farbige Verschmutzungen wie beispielsweise Anthocyanfarbstoffe (Obst, Gemüse), Gerbstoffe (Rotwein, Tee) und Huminsäuren (Kaffee, Tee, Kakao). Sie funktionieren in Verbindung mit Bleichmittelaktivatoren wie Tetraacetylethylendiamin (TAED), Phosphonaten (Bleichmittelstabilisatoren) und Manganverbindungen als Katalysatoren auch unterhalb von 60 Grad-Celsius. Sinnvolle Nutzung von Enzymen kann viel Energie sparen und die Umwelt schützen. Außerdem enthalten die meisten Spülmaschinentabs nichtionische Tenside als Wasch- und Bindemittel für die enthaltenen Enzyme wie Proteasen (Entfernung von Eiweiß), Amylasen (Entfernung von Stärke) und Lipasen (Entfernung von Fetten). Sogenannte Builder (Gerüststoffe), wie Zeolithe oder Polycarboxylate, dienen darüber hinaus der Wirkung waschaktiver Substanzen, der Wasserenthärtung und der optimalen Einstellung des pH-Wertes. Aminosäure-Verbindungen kommen in Spültabs oft als Enzymersatz, Gerüstsubstanzen sowie zur besseren pH-Wert-Einstellung zum Einsatz. Benzotriazol und vergleichbare Triazole wirken als Korrosionsinhibitoren, indem sie auf Metallen einen nicht löslichen schützenden Film bilden. Glastrübungen hingegen werden vor allem durch die Beigabe von Zinksulfat verhindert. Triethanolamin dient in Spülmaschinentabs als Lösungsvermittler, die Farbstoffe jedoch ausschließlich der Attraktivierung, diverse Parfumstoffe überdecken Gerüche der Lauge. Als Konservierungsmittel kommen mitunter auch Biozide wie etwa Benzisothiazolinon vor. Carbonsäuren wie speziell Citronensäure oder Citrate sollen hohe pH-Werte abpuffern. Neuartig, aber noch nicht allzu häufig sind Spülmaschinentabs auf der teilweisen oder alleinigen Basis enzymatischer Zusatzstoffe mit weniger Phosphaten und geringerem Verbrauch von Wasser, Wärme und Strom.

    4. Der Spülmaschinentab Test

    Ebenfalls recht fortschrittlich und relativ umweltfreundlich sind die sogenannte ECO-Programme. Welche die in den meisten erhältlichen Spülmaschinentabs enthaltenen Enzyme bei geringerer Temperatur in längeren Waschprogrammen weit effektiver nutzen. Bei Kurzzeitprogrammen mit aggressiven Waschmitteln und höheren Temperaturen werden diese Enzyme jedoch meist zerstört. Die vorher beschriebenen Mehrphasen-Tabs enthalten in der Regel beide Reinigungssysteme. Die Nutzung der Enzyme ist jedoch auch kein Königsweg, da bei ihrer Herstellung bislang noch oftmals gentechnische Verfahren zum Einsatz kommen. Als vorläufiges Fazit kann festgehalten werden, dass unabhängig von der genauen Zusammensetzung sämtliche in Spülmaschinentabs enthaltene Stoffe auch nach dem letzten Spülgang spurenweise auf dem Geschirr verbleiben können. Die ist bei allen Produkten im Handel der Fall, wird aber natürlich in der Intensivität auch von der Härte des verwandten Wassers sowie vom Baujahr und Grad der Pflege der jeweiligen Spülmaschine beeinflusst. Bei einem seriösen Spülmaschinentabs Vergleich werden diese Parameter und Umstände selbstverständlich berücksichtigt, indem bei allen Tabs das gleiche Wasser und dieselbe Maschine benutzt werden.

    5. Fazit

    Spülmaschinentabs sind in der Vergangenheit vielerorts und häufig teils zu Recht, teils zu Unrecht massiv kritisiert worden. Vor allem die vollmundigen Versprechungen seitens der Hersteller und die hohen Verkaufspreise standen hierbei im Zentrum. Tatsächlich gab es vor einigen Jahren hierzulande einen handfesten Skandal. Als das Bundeskartellamt den Hersteller Reckitt-Benckiser 2011 wegen illegaler Preisabsprachen zwischen 2005 und 2007 mit dem Konkurrenten Henkel zu rund 24 Millionen Euro Bußgeldern verurteilte. Henkel selbst ging straffrei aus, weil der Konzern das Amt im Jahr 2010 selbst über die unlauteren Absprachen informiert hatte. Somit von der Kronzeugenregelung profitierte. Inwiefern der diesbezügliche Imageschaden inzwischen wieder vollständig repariert ist, kann aufgrund der mangelnden Auskunftsbereitschaft der meisten Hersteller zu aktuellen Verkaufszahlen nur vermutet werden. Unabhängig von solchen Machenschaften zeigen aber die regelmäßigen Spülmaschinentabs Tests und Spülmaschinentabs Vergleiche der letzten Jahre, dass viele Inhaltsstoffe auch bei der Anwendung laut Packungsangabe meist überdosiert und damit potenziell umweltschädlich sind. Gleiches gilt für die meist aus schwer abbaubaren Folien gefertigten Einzelverpackungen von Spülmaschinentabs.

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