Grüne Kleidung – Darum lohnt es sich, Bio-Mode zu tragen

Die ökologische zweite Haut

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    Immer schneller, immer mehr. Nach diesem Prinzip wird Kleidung produziert. Das funktioniert auch nur, wenn Menschen in dritte-Welt-Ländern bereit sind, für wenig Geld, möglichst lange zu arbeiten. Wer die schlechten Arbeitsbedingungen nicht unterstützen möchte, wechselt zu fair produzierter Mode. Im besten Fall zu Bio-Kleidung. Welche Vorteile die bewusste Kaufentscheidung bringt, verraten wir nun.

    Bio ist heute weit mehr

    BIO UND NACHHALTIG

    Möbel aus Holz und anderen Bio Rohstoffen liegt immer noch im Trend

    Kratzige Pullover und Blusen, die nach Jute-Sack aussehen; diese Klischees halten sich oft, wenn man an Bio-Mode denkt. Außerdem denken viele, Bio-Mode sei extrem teuer. Dies ist aber nicht so.
    Mittlerweile hat sich Bio-Mode in der Bekleidungsindustrie etabliert.
    Die Mode unterscheidet sich im Vergleich zu Konventioneller vor allem im Einsatz der Materialien. Verwendet werden nur Materialien, die ökologisch angebaut sind. Das fängt schon bei der Baumwolle an. In der konventionellen Bekleidungsindustrie werden rund 25 Millionen Tonnen Baumwolle weltweit geerntet. Vorab werden die Pflanzen mit jeder Menge Pestiziden und Kunstdünger behandelt. Das ist bei Bio-Mode anders. Bei der Herstellung wird darauf geachtet, dass die Materialien nicht chemisch behandelt werden. Das schont die Umwelt. Aber nicht nur Mode wird aus Bio-Materialien gefertigt. Sondern mittlerweile auch Möbel wie zum Beispiel Matratzen oder Gartentische.

    Woran erkennen Verbraucher Bio-Mode?

    Nicht überall wo Bio drauf steht, ist auch Bio verarbeitet. Es gibt eine Vielzahl an Gütesiegeln, die alle rundum korrekte Kleidung versprechen.
    Wir stellen die wichtigsten Siegel vor:
    GOTS: Gots steht für Global Organic Textile Standard und ist das bekannteste Gütesiegel für Bio-Mode. Kleidung, die mit diesem Siegel ausgezeichnet ist, verspricht ökologische Kriterien entlang der gesamten textilen Kette. Zudem berücksichtigt das Siegel auch Sozialkriterien, wie zum Beispiel faire Arbeitsbedingungen.
    Öko-tex Standard 100: Viele haben an Kleidungsstücken auch schon das Öko-tex Standard Gütesiegel gesehen. Das Siegel wird auf die Kleidung genäht, wenn keine Azo-Farbmittel eingesetzt werden. Außerdem besteht die Kleidung nicht aus gesundheitlichen Chemikalien.
    EU-Blume: Die EU-Blume stellt sicher, dass Kleidungsstücke umweltschonend produziert sind. Insbesondere Aspekte wie Energieverbrauch, Wasser- und Luftverschmutzung sowie Abfallvermeidung werden berücksichtigt.
    IVN Siegel: Das IVN Siegel ist das Siegel, welches zur Zeit die höchsten Ansprüche stellt. Es ist zwar weniger verbreitet, hat aber die meiste Aussagekraft. Das Gütesiegel bekommen nur Firmen ausgestellt, die 100 Prozent biologisch erzeugte Naturfasern einsetzen. Zudem garantiert das Gütesiegel existenzsichernde Löhne für den Anbau und die Verarbeitung.
    Wer sich über weitere Siegel informieren möchte, kann bei Umwelt-Verbänden wie zum Beispiel Greenpeace nachsehen. Diese listen eine Reihe an Gütesiegeln auf. Schließlich ist es oft nicht ganz einfach, herauszufinden, welches Zeichen wirklich aussagekräftig ist.

    Die Alternativen

    Neben Bio-Kleidung gibt es noch ein paar andere Möglichkeiten, um auf Nachhaltigkeit zu achten. Eine zweite Möglichkeit, um die Umwelt zu schonen, ist Second-Hand-Mode. Diese ist eine gute und günstige Alternative zu neuer Kleidung.
    Falls es doch neue Kleidungsstücke sein sollen, spielt der Preis beim Kauf schon eine Rolle. Schließlich kann ein T-Shirt für 10 Euro in den meisten Fällen nicht unter fairen Bedingungen hergestellt sein.

    Ist Bio Mode auch immer fair produziert?

    Wer sich für Bio-Mode entscheidet, geht in der Regel davon aus, dass die Kleidungsstücke fair produziert werden. In einigen Fällen ist es auch so. Aber oft wird Bio-Mode angeboten, die dann leider nicht unter fairen Produktionsbedingungen angefertigt wird. Daher sollten Käufer darauf achten, dass beide Aspekte zusammen kommen. Falls dies nicht so ist, ist es dennoch besser, wenigstens ein Kleidungsstück aus biologischem Anbau zu kaufen als ein konventionelles.

    Einige nachhaltige Modelabels

    Um die Suche nach fairer Bio-Kleidung zu erleichtern, gibt es im folgenden eine Liste mit einigen nachhaltigen Modelabels:
    Grüne Erde: Das Label Grüne Erde vertreibt nicht nur Kleidung, sondern auch Möbel, Heimtextilien und Wohnaccessoires. Die Anfänge des Modeunternehmens waren in den 1980er-Jahren. Seither hat sich Grüne Erde zu einem großen nachhaltigen Label entwickelt. Das Unternehmen achtet stets darauf, dass alle Produkte fair produziert sind. Außerdem sind alle eingesetzten Materialien weder gentechnisch belastet noch aus petrochemisch erzeugten Kunststoffen.
    Hessnatur: Das Label Hessnatur punktet mit einem großen Sortiment, vor allem im Modebereich. Ob Blusen, Hosen,Schuhe oder Unterwäsche – Jeder findet das passende Produkt. Neben Bekleidung bietet Hessnatur auch Wohnaccessoires und Möbel an. Alle Produkte sind mit dem GOTS-Gütesiegel zertifiziert. Außerdem wird ein Großteil der Produkte in Europa produziert.
    Armedangels: Umweltschutz und Nachhaltigkeit steht bei Armedangels an erster Stelle. Deshalb werden nur nachhaltige Materialien eingesetzt. Auch faire Arbeitsbedingungen und faire Löhne sind dem Unternehmen wichtig. Alle Produkte des Unternehmens tragen das Fairtrade-Gütesiegel.

    Fazit

    Wer sich für Bio-Kleidung entscheidet, der unterstützt definitiv die Umwelt. Die Materialien sind umweltschonend behandelt. Es wird komplett auf Pestizide verzichtet. Aber nicht nur der Umwelt gefällt die Entscheidung für Bio-Mode. Die meisten Firmen, die Bio-Mode anbieten, achten ebenfalls auf faire Arbeitsbedingungen. Schluss mit Billiglöhnen und Fließbandarbeit.
    Zudem hat Bio-Mode längt das biedere Image abgelegt. Auch Bio-Mode sieht schick und elegant aus.

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