Erstausstattung Babysachen – was wird wirklich benötigt?

Ein liebevoll eingerichtetes Kinderbett ist auch nicht zu voll gestopft.
Ein liebevoll eingerichtetes Kinderbett ist auch nicht zu voll gestopft.
Alles ist für den Einzug des neuen Familienmitgliedes vorbereitet.
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Baby-Shopping – alles für den Nachwuchs

Inhaltsverzeichnis

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    Der Nachwuchs zappelt schon im Bauch, bald ist der feierliche Tag gekommen und ein neuer Mensch wird geboren. Die werdenden Eltern stürmen unterdessen in die Babyläden, um die Grundausstattung für das Neugeborene zu besorgen. Oft wird dabei mehr geholt, als in Wirklichkeit nötig. Wir klären auf, was zur Babygrundausstattung zählt und was erst später besorgt werden muss.

    Die Babygrundausstattung

    Babybett

    BABYSCHLAFSACK FÜRS BABYBETT

    Viel sicherer als eine Babydecke, da keine Erstickungsgefahr besteht

    Das Babybett darf bei der Grundausstattung nicht fehlen. Dort verbringt der Säugling die Nächte. Schläft das Baby die erste Zeit im Schlafzimmer der Eltern, macht es Sinn sich ein Beistellbettchen zu holen. Dieses kann ganz einfach an einer Bettseite eingehangen werden, sodass das Kind nachts schnell beruhigt werden kann. Die Beistellbettchen sind jedoch nur für die erste Zeit gedacht und dementsprechend klein. Irgendwann ist das Baby herausgewachsen und man muss es ins Babybett umlagern. Zum Schlafen sollte man einen Babyschlafsack kaufen. So sind die Babys warm eingepackt. Eine Babydecke zum Schlafen zum Zudecken darf man nicht benutzen. Zu groß ist die Gefahr, dass sich das Baby die Decke im Schlaf über den Kopf zieht und den plötzlichen Kindstod erleidet. Dieser tritt ein, weil das Baby nicht merkt, dass es die Decke über dem Kopf hat und dann anschließend erstickt.

    Windeln, Windeln…und noch mehr Windeln

    Sprechen wir nicht lange um den heißen Brei herum: Babys haben Stuhlgang, und davon nicht zu knapp. Mehrmals am Tag und zu allen möglichen Zeiten muss das Baby sich entleeren. Damit das ganze nicht sprichwörtlich in die Hose geht, benötigt man Windeln. Dort muss man entweder zu Wegwerfwindeln oder zu Stoffwindeln greifen – je nach Vorliebe. Stoffwindeln müssen oft gewaschen werden, dafür sind sie günstiger in der Anschaffung. Praktischer sind jedoch Wegwerfwindeln, obwohl man davon schon eine ganze Menge benötigt. Fünf bis Acht Windeln pro Tag sind da keine Seltenheit. Damit die stinkenden Windeln nicht immer direkt nach draußen gebracht werden müssen, bietet sich der Kauf eines Windeleimers an.

    Wickeltisch

    Zum Windeln wechseln empfiehlt sich ein Wickeltisch mit passender Wickelauflage. Das Kind kann zwar theoretisch überall gewickelt werden, ein Wickeltisch ist aber komfortabler. Zum einen kann bequem im Stehen gewickelt werden und der Wickeltisch bietet allerlei Stauraum für Windeln, Kleidung und andere Babysachen.

    Anziehsachen

    Das Kind benötigt Anziehsachen. Diese sollten für jede Jahreszeit gerüstet sein. Ein warmer Kuschelanzug für den Winter und luftige Teile für den Sommer. Die Grundausstattung sollte bestehen aus: Wickelbodys, Strampler, Schlafanzügen, Mützen, Socken und Schuhen. Bei den Stramplern sollte man darauf achten, dass sich keine Knöpfe oder Reißverschlüsse am Rücken befinden. Das verkompliziert das Anziehen unnötig. Und gerade in den ersten Wochen muss man sich erst einmal an das Ankleiden des kleinen Wesens gewöhnen. Vor allem Väter freuen sich, wenn die Kleidung so einfach wie möglich anzuziehen sind.

    Fläschchen, Milchpulver & Co.

    Solange die Mutter nicht plant das Baby zu stillen, benötigt man die passende Milchnahrung und Fläschchen. Auch ein Flaschenwärmer ist sinnvoll, um die Milch auf die nötige Temperatur zu bringen. Wer Muttermilch frisch aus der Brust abpumpen möchte, sollte über den Kauf einer Handpumpe nachdenken. Um die Fläschchen nach der Benutzung zu sterilisieren, bietet sich die Benutzung eines Vaporisators an. In diesem können auch Schnuller abgekocht werden. Zur vorherigen Reinigung der Fläschchen sollte man sich eine Flaschenbürste besorgen.

    Schnuller: Viele Zahnärzte raten von der Benutzung eines Schnullers ab. Zahnfehlstellungen können durch einen Schnuller verursacht werden. Allerdings kann sich das Baby mit Hilfe des Schnullers schnell beruhigen. Um Zahnfehlstellungen vorzubeugen sollte man darauf achten, den Schnuller wirklich nur zu Beruhigung zu geben und ihn spätestens nach zwei Jahren wieder abzugewöhnen.

    Stillkissen

    Wenn das Kind gestillt werden soll, ist ein Stillkissen sehr praktisch. Auf diesem kann das Baby abgelegt werden und so bequem an der Brust saugen. Und auch wenn das Kind nicht gerade auf dem Kissen liegt, kann die Mama es bequem als Seitenschläferkissen nutzen. Auch während der Schwangerschaft ermöglicht es ein bequemes Liegen.

    Kinderwagen

    Damit man entspannt mit dem Baby spazieren gehen kann, empfiehlt sich der Kauf eines Kinderwagens. Dort kann das Baby ein Nickerchen halten. Die einzelnen Modelle lassen sich gut zusammenklappen, sodass diese in die gängigsten Kofferräume passen. Die heutigen Kinderwagen kommen oft als sogenannte 3-in-1-Modelle daher. Das heißt, dass sie später auch als Buggy eingesetzt werden können, wenn das Kind größer ist. Das erspart den Kauf eines separaten Buggys.

    Wintertipp: An kalten Tagen empfiehlt es sich, ein Lammfell in die Babywanne des Kinderwagens zu legen. So kann keine Kälte von unten an das Baby gelangen. Außerdem benötigt man ein bis zwei Decken um das Kind an kalten Tagen zuzudecken.

    Babyschale

    BABY ON TOUR

    Schnell im Auto zu befestigen, durch Isofix

    Wenn man den Kinderwagen ins Auto geladen hat, muss das Baby auch irgendwo hin. Für einen Kindersitz ist es noch zu klein. Es kann außerdem noch nicht sitzen. Für die ersten Monate gibt es eine Babyschale. Dort befindet sich das Baby in einer halb-liegenden Position. Die Babyschale wird zusätzlich auf einer Station auf dem Rücksitz fixiert. Dabei muss man darauf achten die Schale so auszurichten, dass das Kind mit dem Gesicht zum Heck sitzt. Wer in seinem Auto keine Sicherungsstation anbringen kann, kann die Babyschale auch einfach anschnallen. Dabei muss man sich aber im Vorfeld über die Anschnalltechnik informieren.
    Es ist auch möglich, die Babyschale auf dem Beifahrersitz anzuschnallen. Dann muss allerdings aus Sicherheitsgründen der Beifahrerairbag ausgeschaltet werden.

    (Noch) Überflüssiges

    Spielzeug

    Was nicht zur Grundausstattung gehört ist Spielzeug. In den ersten Wochen schläft das Kind die meiste Zeit. Und in der Zeit, in der es wach, ist möchte es essen. Daher kann man sich mit dem Spielzeugkauf ruhig Zeit lassen. Die Verwandten werden als Babygeschenk eh genug Spielsachen mitbringen. Und dann ist da ja auch noch Weihnachten und der Geburtstag.

    Zu viel Kleidung

    Ein Baby benötigt zwar Sachen zum Anziehen, jedoch sollten diese in Maßen gekauft werden. Ein Baby wächst schnell und daher passen viele Sachen nach einiger Zeit nicht mehr. Es reichen drei bis vier Wechselsachen. Da die Windeln oft überlaufen werden und die Anziehsachen fast täglich in der Waschmaschine ihre Runden drehen, hat man genügend Wäsche.

    Babybadewanne

    Für das erste Bad ist es sicherlich hilfreich, das Kind in einer separaten Babybadewanne zu baden. Diese gibt es als Aufsatz für die normale Badewanne oder als Badeeimer. Für den ein oder anderen ist dies sicher praktisch. Jedoch baden ein Großteil der Eltern zusammen mit ihrem Kind. Daher benötigt man die Babybadewanne nicht unbedingt.

    Eigenes Kinderzimmer

    In den ersten Jahren ist das Kind hauptsächlich mit Essen und Schlafen beschäftigt. Ein eigenes Zimmer benötigt man noch nicht. Wenn das Baby in einem Beistellbett bei den Eltern schläft sowieso nicht. Das Zimmer verkommt unterdes zur Abstellkammer für geschenktes Spielzeug der Verwandten. Daher sollte man lieber die Schwangerschaft genießen anstatt auf den letzten Drücker das neue Kinderzimmer zu streichen.

    Fazit

    Die Vorfreude auf den Nachwuchs ist sehr groß, da kann man schon mal in den Kaufrausch verfallen, wenn Besorgungen anstehen. Dabei ist vieles noch gar nicht nötig. Daher sollte nur das nötigste besorgt werden, anstatt hektisch alles zu hamstern, was es an Kindersachen gibt. Der Zeitpunkt, wo das Kind die Sachen benötigt, wird irgendwann kommen. Bis dahin lautet das Motto: Kein Stress und die Schwangerschaft genießen.

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