Ernährungsmythen

Top 10 Ernährungsmythen – Was stimmt und was nicht?

Inhaltsverzeichnis

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    Der Körper benötigt mindestens drei Liter Wasser am Tag. Von übermäßigem Biergenuss bekommt man einen Bierbauch. Cola und Salzstangen helfen gegen Durchfall. So weit, so gut. Aber was ist, wenn wir jetzt sagen, dass alle Aussagen falsch sind? Sie gehören zu den sogenannten Ernährungsmythen. Sie sind geläufig, jedoch alle nicht wissenschaftlich erwiesen. Die Menge an Wasser richtet sich nach dem Körpergewicht, Cola und Salzstangen sind in Wirklichkeit kontraproduktiv bei Durchfall und von Bier nimmt man zwar zu, aber nicht unbedingt am Bauch. Aber gibt es auch Ernährungsmythen, die stimmen. Wir haben zehn der verbreitetsten Ernährungs-Aussagen zusammengestellt. Sind es wirklich Mythen oder versteckt sich ein Fünkchen Wahrheit dahinter?

    1. Obst und Fruchtsäfte schädigen die Zähne

    Richtig. Obst und Fruchtsäfte sind zwar gesund, jedoch haben sie auch einen Nachteil: Die enthaltene Säure schädigt den Zahnschmelz. Sie weicht ihn auf und entzieht diesem die wichtigen Stoffe Calcium und Phosphor. In Folge dessen werden die Zähne dünn und brüchig. Ein kleiner Tipp: Kombiniert man säurehaltige mit calciumhaltiger Nahrung, kann man die Wirkung der Säure neutralisieren. Legt man sein Obst beispielsweise in Joghurt, kann man bedenkenlos die leckeren Früchte genießen.

    2. Dunkles Brot ist gesünder als helles Brot

    BROTBACKAUTOMATEN

    Falsch. Oft bekommt man zu hören, dass man nicht so viel Weißbrot essen soll. Das dunkle sei doch viel gesünder. Dies stimmt nicht so ganz. Heutzutage färben viele Hersteller ihr Brot ein, damit es dunkel wird. Das vermeintliche Vollkornbrot ist dann meist nur ein dunkles Weißbrot. Hier hilft ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Nur Brote mit mindestens 90 Prozent Vollkornmehl sind Vollkornbrote und dementsprechend gesund. Steht jedoch Weizenmehl Typ 405 bei den Inhaltsstoffen, wurde beim Brot getrickst.

    3. Schnaps hilft bei der Verdauung

    Falsch. Wer kennt das nicht: Nach einem üppigen Mahl im Restaurant wird noch schnell ein Absacker bestellt. Danach fühlt man sich merklich besser. Dies liegt an der entspannenden Wirkung, die der Alkohol auf die Magenschleimhaut hat. Jedoch behindert der Alkohol die Verdauung. Da Alkohol Gift für den Körper ist, wird dieser so schnell wie möglich abgebaut. Die Verdauung zieht dabei den Kürzeren und wird hinten angestellt. Unser Körper ist in der Hinsicht leider nicht Multitasking-fähig.

    4. Vitamin C schützt vor Erkältungen

    Falsch. Internationale Forscher haben in einer Studie herausgefunden, dass Menschen, die genügend Vitamin C einnehmen, genauso oft erkältet sind wie ohne Vitamin C. Allerdings sollte man jetzt nicht aufhören, die gesunden Vitamine zu sich zu nehmen. Sie sind wichtig für den Körper und die Forscher haben herausgefunden, dass die Erkältungssymptome bei ausreichender Vitamin-C-Versorgung deutlich schwächer ausgeprägt sind.

    5. Tiefkühlgemüse ist ungesünder als frisches Gemüse

    Falsch. Es ist ein Aberglaube, dass man frisches Gemüse dem Tiefkühl-Gemüse vorziehen soll. Die gefrorene Variante besitzt sogar mehr Vitamine als frisches Gemüse. Die liegt daran, dass letzteres durch Lagerung und Transport eine Menge an Vitaminen verliert. Tiefkühlgemüse wird nach der Ernte direkt schockgefrostet. Auch die Vitamine werden dadurch konserviert. Man muss also kein schlechtes Gewissen haben, wenn man im Supermarkt das nächste Mal zur Tiefkühlvariante greift.

    6. Käse schließt den Magen

    Richtig. Oft verspürt man nach dem Genuss von Käse ein Sättigungsgefühl. Dies liegt aber nicht daran, dass der Käse sich über die Öffnung zum Darm legt. Die Im Käse enthaltenen Eiweiße und Fettsäuren verzögern die Entleerung des Magens. Dadurch wird durch kurze Zeit keine Nahrung an den Darm abgegeben.

    7. Schimmel auf der Marmelade kann einfach entfernt werden

    Falsch. Schimmel auf der Marmelade ist ärgerlich. Aber es reicht doch, wenn man nur die befallene Stelle entfernt. Dann kann man doch den Rest essen, oder? Nein, das sollte man unterlassen. Der Schimmel kann nämlich schon seine Sporen gestreut haben. Diese sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen und so kann es sein, dass die gesamte Marmelade verseucht ist. Daher sollten man lieber das Glas bei Schimmelbefall komplett wegschmeißen. Ansonsten bekommt man die Quittung und verbringt den Tag auf der Toilette und wird mit Bauchschmerzen geplagt.

    8. Kaffee entzieht dem Körper das Wasser

    Falsch. Es ist zwar erwiesen, dass das Koffein im Kaffee einen harntreibenden Effekt hat, aber Wasser wird dem Körper kaum entzogen. Die zugeführte Flüssigkeit wird lediglich schneller wieder ausgeschieden. Der Wasserhaushalt bleibt im Gleichgewicht. Daher kann man bedenkenlos Kaffee trinken. Einziger Nachteil: Man muss öfter das stille Örtchen aufsuchen.

    9. Eier erhöhen den Cholesterinspiegel

    Falsch. Es ist erwiesen, dass Eier mit 190 Milligramm relativ viel Cholesterin besitzen. Nach zwei Eiern ist der täglich empfohlene Wert von 300 Milligramm schon überschritten. Das macht dem Körper allerdings nichts. Dieser reguliert die Cholesterinaufnahme und scheidet überflüssiges Cholesterin einfach aus. Schlimmer für den Cholesterinspiegel sind ungesättigte Fettsäuren.

    10. Zu viel Salz ist ungesund

    Richtig. Wer zu viel Salz zu sich nimmt, der kann an Bluthochdruck erkranken. Allerdings sollte man auch nicht zu wenig Salz essen, da man dadurch die Chance erhöht, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben. Die Obergrenze liegt bei zehn Gramm. Ein guter Richtwert, die eine belgische Studie herausgefunden hat, liegt bei circa sechs Gramm.

    Fazit

    Es gibt noch viel mehr Mythen über die Ernährung. Die meisten jedoch sind falsch und können in die Schublade der Gerüchte gelegt werden. Trotzdem halten sie sich hartnäckig. Auch nach vielen Jahren tauchen einige dieser Mythen immer noch auf. Man sollte sich beim Essen einfach nicht so viele Gedanken machen. Einfach genießen und den Kopf auch mal ausschalten.

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