Rasierer und Trimmer in einem – der Fusion ProGlide Power Styler

Nassrasierer Power Styler von Gilette
Nassrasierer Power Styler von Gilette

Inhaltsverzeichnis

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    Für viele Männer ist es keine Pflicht, sondern Kür: die tägliche Rasur. Ob trocken oder nass, das ist fast schon eine Glaubensfrage. Wer auf die Nassrasur schwört, schwärmt vom sauberen Ergebnis und dem kleinen morgendlichen Ritual. Das wird allerdings erst mit dem passenden Rasierer richtig schön. Aus unserem Nassrasierer Vergleich ist der Gillette Fusion ProGlide Power Styler als Empfehlung hervorgegangen. Der macht bei der täglichen Nassrasur eine gute Figur und kann noch mehr. Was das genau ist, zeigen wir in unserem Einzeltest.

    Praktischer Ständer

    Gillette Fusion

    Mit dem mitgelieferten Ständer lässt sich das ganze Zubehör schick verstauen.

    Eins vorweg: Wir haben uns was gegönnt. Bei uns kam der Rasierer aus dem Hause Gillette in einer schicken Geschenkbox an. In dem glänzenden Metallkasten findet nicht nur der Rasierer Platz, sondern auch ein praktischer Ständer, verschiedene Aufsätze und eine Dose Rasier-Gel von Gillette. Wer auf die Metallbox und das Rasiergel verzichten kann, der kann mehr als sechs Euro sparen und zur normalen Ausführung greifen. Das Wichtigste kommt auch dann ins Haus: der Rasierer, Aufsätze und der Ständer zur Aufbewahrung. Von der Verpackung abgesehen macht der Gillette auch so einen guten ersten Eindruck. Im Vergleich zu gängigen Nassrasierern sieht er unserer Meinung nach zwar erstaunlich wuchtig aus, aber trotzdem schick. Schwarz dominiert, Silber und Blau setzen Akzente. So sieht der Rasierer zwar modern aus, aber keineswegs überfrachtet und wie ein Spielzeug. Was auf den ersten Blick allerdings irritiert: Der Rasierkopf liegt separat in der Packung. Das liegt an der elektrischen Trimmfunktion. “Nackt”, also ohne Rasierkopf, ist der Gillette ein kleiner Barttrimmer. Erst die aufgesetzte Rasierklinge macht aus ihm einen Nassrasierer.

    Drei Aufsätze

    Dem Trimmer ist es geschuldet, dass der Packung – sei es die Geschenkbox oder die normale Ausführung – noch drei Aufsätze beiliegen. Die lassen sich statt Nassrasierer-Klinge über dem Scherkopf befestigen, um so die Schnittlänge anzupassen. Für Ordnung im Bad sorgt der kleine Ständer. Der bietet nicht nur dem Rasierer Platz, sondern auch dem Nassrasierer-Aufsatz und auf seiner Rückseite zusätzlich den Scher-Aufsätzen. Diese kleine Aufbewahrungsstation ist nicht nur praktisch, sondern macht auch optisch was her. Sie greift die Farben des Rasierers auf und kann sich sehen lassen. Wichtiger als die Optik ist freilich der direkte Kontakt. Uns hat das Gewicht ein bisschen überrascht. Natürlich wiegt der Trimm-Nassrasierer von Gillette mehr als ein gewöhnlicher Nassrasierer. Allerdings ist er auch schwerer als das Konkurrenzprodukt aus dem Hause Wilkinson. Der Quattro Titanium Precision verfügt nämlich ebenfalls über eine Scherfunktion. Wir haben ihm einen eigenen Test gewidmet.

    Trimmer-Betrieb mit AAA-Batterie

    Box Gillette

    Besonders schick: die Ausführung mit Geschenkbox.

    Der Grund für das hohe Gewicht ist die Batterie, die den Trimmer antreibt. Im Wilkinson steckt eine kleine AAA-Batterie. Der Gillette Fusion ProGlide nimmt eine große AA-Batterie auf. Die sorgt zwar für mehr Saft, aber richtig gut gefällt uns das Gewicht nicht. Trotzdem liegt der Rasierer gut in der Hand – dank seiner gummierten Oberfläche und seines ergonomischen Designs. Auch mit Rasier-Aufsatz lässt sich der Gillette noch gut handhaben. Anbringen lässt sich der Aufsatz übrigens relativ einfach. Man muss den Rasierer nur am passenden Scharnier einhängen und den Aufsatz mit einer leichten Drehung einrasten lassen. Kaum ist der Nassrasierer montiert, geht es natürlich an den Bart. Der Gillette gleitet locker auch durch Drei- oder Vier-Tage-Bärte. Die fünf hintereinander gereihten Klingen sind scharf und murren selbst dann nicht, wenn man gegen den Haarwuchs rasiert. Das Ergebnis ist gut. Die Haut war nach der Rasur schön glatt und kaum gereizt. Geblutet hat erst recht nichts. Was anderes hätten wir von einem Gillette-Rasierer allerdings auch nicht erwartet. Ob das gute Ergebnis nun alleine an der Schärfe der Rasierklinge liegt oder ob andere Komponenten ihren Anteil haben, das wissen wir nicht. Laut Gillette-Werbung sorgt für ein optimales Ergebnis nämlich auch der sogenannte Lubrastrip. Dabei handelt es sich um einen Streifen, der bei der Rasur wasserlösliche Gleitstoffe an die Haut abgibt. Außerdem besitzen die Klingenköpfe kleine Lamellen, die die Haut sanft dehnen und Haare aufrichten sollen. Was Marketing und was wirklich wirkungsvoll ist, sei dahin gestellt. Das Ergebnis ist auf jeden Fall ordentlich.

    Sauberer Schnitt dank Konturenklinge

    Neben den fünf aneinandergereihten Klingen gibt es an der oberen Kante des Nassrasierer-Aufsatzes noch eine Konturenklinge. Mit der lassen sich die Konturen des Bartes perfekt ziehen. Außerdem erreicht man mit ihr auch Problemstellen, wie den Bereich zwischen Oberlippe und Nase. Wir haben sofort jedes einzelne Haar erwischt. Mit dem Fusion ProGlide Power Styler legt Gillette also einen guten Nassrasierer vor. Aber was taugt er als Trimmer? Erstaunlich viel. Immerhin steckt hinter der Trimmer-Technik auch Braun, die für ihre elektrischen Rasierer bekannt sind. Angetrieben durch die AA-Batterie zeigt der Trimmer im Bart keine Schwächen und schneidet klaglos. Wir hingegen können klagen. Denn der Wechsel von Nassrasierer zum Trimmer könnte für uns einfacher sein. Wilkinson hat den Trimmer einfach ins andere Ende des Griffes eingebaut – dem Nassrasierer gegenüber. Bei Gillette müssen wir erst den Nassrasierer-Aufsatz abnehmen. Besonders ärgerlich ist dabei, dass, sobald der Nassrasierer aufgesetzt wird, sich der Trimmer bei uns jedes Mal geöffnet und das Innenleben präsentiert hat. Das ist praktisch, um zwischendurch mal Haare zu entfernen oder die Klingen zu ölen. Es ist allerdings nervig, dass das automatisch bei jedem Aufsetzen des Nassrasierers geschieht – zumindest bei uns. Entfernt man den Aufsatz, muss man den Trimmer erst wieder zuklappen. Das sind Handgriffe, die überflüssig sind.

    Wasserdichtes Gehäuse

    Verpackung Gillette

    Zur Luxusausführung gehört neben der Metallbox noch ein Rasier-Gel.

    Auch die Längeneinstellung gefällt uns nicht sonderlich gut. Wer seinen Bart nicht ganz kurz trimmen möchte, der muss jedes Mal noch einen extra Aufsatz anbringen. Sollen dann noch beispielsweise die Koteletten eine andere Länge als der Bart haben, hört das Wechseln kaum noch auf. Eine Konstruktion mit einem verstellbaren Scher-Aufsatz hätte uns besser gefallen. Positiv hingegen: Trotz der verbauten Technik ist der Gillette wasserdicht. So lässt er sich auch unter der Dusche einsetzen oder kann mal ins Waschbecken fallen. Der Trimmer verbraucht Batterien, aber generell halten sich dabei die Folgekosten in Grenzen – vor allem, wenn man zu Akku-Batterien greift. Anders sieht das bei den Klingen aus. Deren Qualität lässt sich Gillette teuer bezahlen. Wer bei Amazon zum Vierer-Paket greift, ist schnell 20 Euro los. Fünf Euro Einzelpreis finden wir schon happig. Auch mit größeren Paketen lässt sich nicht viel sparen. Wer acht Klingen kauft, zahlt pro Stück immer noch 4,37 Euro. Die Preise zügeln unsere Begeisterung für das ansonsten gute Produkt ein wenig.

    Fazit

    Mit dem Fusion ProGlide Power Styler stellt Gillette einen Nassrasierer vor, der weitaus mehr ist. Er ist ein Hybrid aus klassischem Nassrasierer und Barttrimmer. In seiner ersten Funktion ist er richtig gut. Als Barttrimmer ist der Gillette auf jeden Fall noch passabel. Natürlich leistet ein richtiger Bartschneider unserer Meinung nach mehr. Aber für seinen Preis kann sich der Gillette sehen lassen. Vor allem auf Reisen ist er eine gute Alternative zum normalen Bartschneider. Man spart sich ein ganzes Gerät und somit Platz und Gewicht im Kulturbeutel. Außerdem ist er unabhängig vom Stromnetz und lässt sich mit handelsüblichen Batterien betreiben. Zwar ist die Handhabung mit den verschiedenen Aufsätzen etwas umständlich, aber das Ergebnis ist gut. Wir können den Gillette – trotz kleiner Schwächen – ruhigen Gewissens weiterempfehlen. Allerdings muss man mit hohen Folgekosten rechnen. Die Klingen des Gillette Fusion ProGlide Power Styler sind nicht billig. Wer damit leben kann, macht mit dem Gillette aber nichts verkehrt.

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